Dalai & Blowjobs

Für viele ist der Buddhismus keine echte Religion. Mehr so was wie eine Philosophie. Um ihre Worte zu unterlegen, zitieren sie oftmals ein paar lauwarme Lebensweisheiten.

Die vielen religiösen Elemente (Wiedergeburt, Seele, Karma, Nirwana etc.) beiseite gelassen, die momentan einflusslose tibetanische Theokratie beiseite gelassen, zeigen sich noch ganz andere Parallelen zwischen Papst und Lama.

Der Dalai Lama hatte in seinem Buch Jenseits des Dogmas buddhistische Regeln zitiert, anhand derer homosexuelle Sexualpraktiken als unkorrektes Verhalten eingestuft werden.
[...]
Für buddhistische Mönche und Nonnen wird durch die Vinaya jegliche Form von Oral- und Analverkehr untersagt.1

Homophobie beim ewig Lächelnden, der von Pazifisten wie Esoterikern lobpreist wird? Hardcore-Fundamentalismus, für den ein Erzbischof schon längst durch alle Blätter getrieben worden wäre und als Ewiggestriger medial hingerichtet worden wäre.

Doch der Dalai ist auch homophob und stockprüde ein lustiger Gesell und gilt vielen als Vorbild.

Selbst bei Sätzen wie:

Sexual organs were created for reproduction between the male element and the female element – and everything that deviates from that is not acceptable from a Buddhist point of view.2


  1. Wikipedia – Sexualethik []
  2. Gay West – Schwule im Buddhismus: Dalais delay []
Author: Benjamin B. | Date: Wednesday, May 21st, 2008 | Category: Hintergrund | Tags: , | |

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