Der Tradition von Mencius Moldbug folgend, bin ich der Überzeugung, dass der Progressivismus aus dem Christentum entstanden ist und viele christliche Elemente beinhaltet. (Zusätzlich zum christlichen inspirierten (aber nun teilweise atheistischen oder anti-theistischen) Progressivismus gibt es auch den religiösen Sozialismus und die Befreiungstheologie.)
Zwar gibt es in der Bibel kaum klare politische Forderungen, da sie ein Buch mit religiösen Geschichten und kein politisches Manifest ist, aber es gibt doch auch Passagen, die man als sozialistisch ansehen kann und auf denen man einen biblischen Sozialismus gründen könnte:1
Markus 10, Von Reichtum und Nachfolge
21 Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!
[...]
23 Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! 24 Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! 25 Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
[...]
28 Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. 29 Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, 30 wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Matthäus 6, Von der falschen und der rechten Sorge
19 Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, 20 sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.2
5.Mose 23, Zinsen
20 Du darfst von deinem Bruder keine Zinsen nehmen: weder Zinsen für Geld noch Zinsen für Getreide noch Zinsen für sonst etwas, wofür man Zinsen nimmt.
5.Mose 23, Früchte am Weg
25 Wenn du in den Weinberg eines andern kommst, darfst du so viel Trauben essen, wie du magst, bis du satt bist, nur darfst du nichts in ein Gefäß tun. 26 Wenn du durch das Kornfeld eines andern kommst, darfst du mit der Hand Ähren abreißen, aber die Sichel darfst du auf dem Kornfeld eines andern nicht schwingen.
3.Mose 25, Das Jubeljahr
23 Das Land darf nicht endgültig verkauft werden; denn das Land gehört mir und ihr seid nur Fremde und Halbbürger bei mir.
3.Mose 25, Soziales Verhalten
35 Wenn dein Bruder verarmt und sich neben dir nicht halten kann, sollst du ihn, auch einen Fremden oder Halbbürger, unterstützen, damit er neben dir leben kann. 36 Nimm von ihm keinen Zins und Wucher! Fürchte deinen Gott und dein Bruder soll neben dir leben können. 37 Du sollst ihm weder dein Geld noch deine Nahrung gegen Zins und Wucher geben.
Jesaja 65, Das endzeitliche Heil
21 Sie werden Häuser bauen und selbst darin wohnen, sie werden Reben pflanzen und selbst ihre Früchte genießen. 22 Sie bauen nicht, damit ein anderer in ihrem Haus wohnt, und sie pflanzen nicht, damit ein anderer die Früchte genießt. In meinem Volk werden die Menschen so alt wie die Bäume. Was meine Auserwählten mit eigenen Händen erarbeitet haben, werden sie selber verbrauchen.
Apostelgeschichte 2, Das Leben der jungen Gemeinde
44 Und alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam. 45 Sie verkauften Hab und Gut und gaben davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte.
Apostelgeschichte 4, Die Gütergemeinschaft der Urgemeinde
32 Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. 33 Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. 34 Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös 35 und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.
Lukas 6, Seligpreisungen und Weherufe
20 Er richtete seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. 21 Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. 22 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht. 24 Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten. 25 Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. 26 Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.
2.Mose 23, Sabbatjahr und Sabbatfeier
10 Sechs Jahre kannst du in deinem Land säen und die Ernte einbringen; 11 im siebten sollst du es brach liegen lassen und nicht bestellen. Die Armen in deinem Volk sollen davon essen, den Rest mögen die Tiere des Feldes fressen. Das Gleiche sollst du mit deinem Weinberg und deinen Ölbäumen tun.
3.Mose 23, Das Wochenfest (Pfingstfest)
22 Wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt, sollst du dein Feld nicht bis zum äußersten Rand abernten und keine Nachlese deiner Ernte halten. Du sollst das dem Armen und dem Fremden überlassen.

Ob man einen Sozialismus auf Basis des Christentums begründen kann ist eine Interessante und häufig diskutierte frage.
Als ehemaliger Schüler einer erzchristlichen Bildungseinrichtung und überzeugter Liberaler möchte ich mal versuchen die Verse in ein Nicht-Sozialistisches Licht zu rücken.
Der man kam zu Jesu nachdem er alle übrigen Gebote umgesetzt hat, die Reaktion des Mannes als ihm Jesus sagte er solle jetzt auch sein Besitz weggeben zeigt das er sehr an diesem Besitz hing. Das aber ist ein Problem im Christentum, denn nicht der Besitz ist das Problem, sondern die Emotionale Bindung an den Besitz. Man sollte in der lage sein den Verlust des Besitzes jedezeit verkraften zu können. Das aber kann man nur wenn man einen höheren Wert als Eigentum kennt z.B Gott.
Hier das selbe, mit verlassen ist das innere Lösen von diesen Weltlichen Dingen. Nicht das Tatsächliche weggeben, denn es war klar das es auch wieder eine Zeit ohne Jesus gäben wird, also sind Weg gäben oder verlassen und nachfolgen viel mehr Metaphern für die Erlangung innerer Neutralität reps. Leidenschaftslosigkeit gegenüber Personen und Dingen.
Und wieder eine Aufforderung mehr dem inneren als dem äußeren Zustand Sorge zu schenken.
Man darf eben nicht Vergessen das alles auf das Ewige ausgerichtet ist, wenn das Ewige hervorgehoben wird, bedeutet das nicht dass das zeitliche schlecht ist. Es ist einfach untergeordnet.
Mit Zins kann auch Wucher oder Gier gemeint sein, das sind eindeutig destruktive Bedürfnisse aus christlicher Sicht. Ob hier der natürliche Zins beim Geldverleih gemeint ist bezweifle ich.
Auf jeden Fall wird hier nicht Privatbesitz negiert.
Auch wird deutlich gemacht das man dem anderen keinen Wirtschaftlichen Schaden anrichten soll.
Ich finde die gesamte Passage des Jubeljahrs merkwürdig, an dieser Steller sollte mal erwähnt werden das nicht die Bibel der Ursprung des Christentums ist, sondern die Kirche. Deshalb auch Apostolische Kirche, das Christentum ist viel mehr eine Bewegung die mit Hilfe von Hierarchien, Symbolik und Ritus die lehre von Genration zu Genration überliefert hat. Eigentum, Verantwortung und Freiwilligkeit waren immer Bestandteil dieser Überlieferung.
Im Byzantinische Reich oder in die Schule von Salamanca (beides Christliche Glanzzeiten) kannten Reichtum und Eigentum.
Die Anfänge des christlichen Mönchtums, zu dieser exklusiven Gruppe zählten zu allen Zeiten nur diejenigen die in der Lage waren Tag und Nacht der inneren Lösung von der Welt ihre Zeit zu widmen, Eigentum ist dann eben nicht mehr nötig.
Auch sollte auffallen dass das politische mittel “Zwang” bis jetzt nicht einmal gefordert wurde.
Arm im Geist, also die Gedanken auf das wesentliche gerichtet.
Hiermit ist das Fasten oder allgemein die Askese gemeint.
Hier ist Reue gemeint.
Das üben in Ausdauer und die Abwesenheit von Wut oder Zorn.
Es sollte langsam klar werden das mit Reich nicht Reich an Eigentum gemeint ist, sondern Reich an Bedürfnissen die dem Ewigen Seelenheil schaden.
Wieder keine Negierung von Eigentum, sondern ein Appel an den Eigentümer die Armen mit dem Überfluss der Ernte zu versorgen.
Was machen heutzutage viele Bäcker wenn sie Brot übrig haben ? Sie gäben es der Tafel, genau das ist hier gemeint, es ist wieder nur ein Appel, kein Befehl.
Alles in allem würde ich Sagen dass das Christentum mehr Therapie und Charakter Schule ist als alles andere, Sozialisten waren immer gut darin dinge für ihre Ideologie auszunutzen, egal ob Hungersnöte, Krisen oder der Glaube der Menschen, die Linken nehmen jede Chance wahr ihre kranke Theorie einzuschleusen.
Abschließend möchte ich noch Sagen ” Das Christentum in seiner Essenz ist nicht Sozialistisch, sondern Personalistisch ”
Libertäre Größen wie Roland Baader oder Gary North würden mir zustimmen.
Und http://www.acton.org/ nicht zu Vergessen.
Viele antireligiöse Atheisten begeben sich häufig auf quote mining. Entscheidend aber ist, was hier als bindend gesehen werden kann.
Danke für die interessante Interpretation.
Meine Meinung zu Interpretationen von Büchern ist, dass es keine ‘richtigen’ Interpretationen gibt, sondern nur falsche. Da die Bibel jedoch kaum politische Forderungen macht, kann man weder die liberale noch die sozialistische Interpretation als falsch bezeichnen.
Zugegeben, das ist ein heterodoxer Ansatz. Aber für mich spricht ein Werk stets für sich und ist immer ein Stand-Alone-Werk. Alles, was es zu interpretieren gibt, ist im Werk enthalten. Historische Umstände, biografische Details des Autors, Autorenkommentare, Kirchenkommentare etc. sind belanglos.
Wenn Rowling sagt, dass Dumbledore schwul ist, dann ist das null und nichtig. Wer Freude daran hat, ihn so zu sehen, soll das tun, aber wer ihn als heterosexuell sieht, liegt nicht falsch, solange er in Harry Potter nicht explizit als homosexuell geoutet wurde.
Ergänzung zum ersten Kommentar.
Mich wundert es immer wieder zu Sehen das Menschen mit hilfe des Christentums Philosophische, Ökonomische und Naturwissenschaft Fragen beantworten möchten.
Das Christentum bedient sich weder der Logik noch der Empirie.
Es ist schon fast erbärmlich zu Sehen wie Linke oder andere die Bibel für ihre politischen Ziele missbrauchen. Und dabei gerne auch mal die Bibel wörtlich auslegen, was bekanntlich nur Kreationisten in den USA machen.
Auch der Gedanke Gott würde in die Naturgesetze eingreifen hat mit der christlichen Theologie nicht viel gemein.
Gott ist im Christentum personifiziert, genau wie der Mensch. Das Christentum geht nicht von einer Abstrakten Masse aus, sondern vom Individuum.
“Mit Reichtum ist der Reichtum an schlechten Bedürfnissen (Sünde) gemeint.
Mit verlassen oder weggeben ist das beseitigen und überwinden dieser Bedürfnisse gemeint.
Wer weitgehend befreit von diesen Bedürfnissen ist, ist fähig das Ewigen Reich Gottes zu erfahren”
Mehr ist es nicht, das ist die Ekklesiologische Essenz des Christentums.
Sozialismus ist pervertiertes Christentum, Christentum auf Blick oder Bild-Niveau, wenn man es so vergleichen möchte.
Ich habe kein spezifisches Bild des Christentums. Ich sehe eine Gruppe von Leuten, die sehr diverse Interpretationen haben. Aber inner-ideologische Streitigkeiten darüber, wessen Interpretation die richtige ist, interessieren mich kaum, da es aus meiner Sicht keine richtige Interpretation und kein wahres Christentum gibt.
Und meine Ideen, wie das Christentum entstanden ist, werden zwangsläufig anders sein, als die aller Christen. Denn es mangelt an gemeinsamen Prämissen.
Interpretationen, die mit der Lehre des Christentums übereinstimmen, können nicht falsch sein. Sie ist weder normativ, noch wörtlich zu verstehen, sondern immer im Kontext derer, die sie geschrieben hatten. Es benötigt also ein weitere Instanz, bspw. die 10. Gebote oder die katholische Kirche.
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Nein, die Bibel ist keine Belletristik, und ob Dumbledore eine Schwuchtel ist, kann man nicht als kriegsentscheidend bezeichnen.
Und wo ist dein Bewerbungsschreiben für die Bild- oder Blickredaktion?
Es ist irgendwie nicht egal, ob Eva Hermann mit dem Schreckgespenst aus Braunau sympathisierte oder die Mutterrolle jener Zeit als besonders ehrenhaft hervorhob. Nicht zu vergessen, der gute Konfuzius.
Schön, dass wir uns einig sein. Die Schwierigkeit ist natürlich, herauszufinden, welche Instanz die richtige Wahl ist. Die Orthodoxe Kirche vielleicht?
Nein, das ist sie nicht. Ihre Inhalte sind aber ebenso fiktiv, obwohl sie einen dokumentarischen Charakter über den Glauben der Leute haben. Ähnlich wie das ägyptische Totenbuch oder die diversen Bücher mit germanischen Sagen und Mythen.
Diese Aussage ist in meinen Augen zu pauschal.
Man kann die Christen grob in zwei Lager teilen.
1. linke Christen (mit links meine ich die Parole “Gleicheit und Freiheit”, sowie das schwingen der Moral peitsche), hierzu zählen auch die God-hates-fags Christen, evangelikale und alle anderen bunten vögel die die Bibel entsprechend der persönlichen Vorlieben interpretieren.
2. rechte Christen (mit rechts meine ich die Parole “Ungleicheit und Freiheit” und die Toleranz gegenüber anders denkenden und keinen Gesellschaftlichen oder politischen Trends folgend.
Hierzu würde ich traditionalistische Katholiken und östliche wie orientalische Orthodoxe zählen.
Das zweite lager ist deutlich in der Minderheit wie man sich denken kann.
Wobei der Papst mit seinem Anspruch Vertreter Gottes zu sein und dem einmischen in Weltliche fragen deutlich linker ist als die Orthodoxen Patriarchen die sich aus solchen fragen komplett heraushalten. Womöglich auch ein Grund warum die Katholische Kirche scheitert, sie hat sich einfach zu sehr in Politik und Wissenschaft eingemischt.
Die Mönchsrepublik Athos in Nord Griechenland hingegen ist denke ich ein Parade beispiel für ein rechtes Christentum. Seit über tausend Jahren ist die Innen – und Steuerpolitik unverändert, man lebt nach eigens Auferlegten Verpflichtungen und schärt sich nicht weiter um den Rest der Welt. Es ist wohl die letzte Bastion Europas gegen den Progressivismus.
Mag sein. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Klingt nach dem links-rechts-Schema von Kuehnelt-Leddihn.
Das klingt sympathisch, sympathischer als das linke Christentum, auch wenn meine Metaphysik gänzlich anders ist. Obwohl ich mich frage, ob meine Metaphysik dem rechten Christentum nicht vielleicht doch näher ist als dem linken. Ist wohl schwierig zu sagen.
Leider weiss ich kaum etwas über die Orthodoxen. Aus irgendwelchen Gründen werden die medial völlig ignoriert.
Ich glaube nicht, dass ich einen rechten Christen je persönlich getroffen hätte oder von einem solchen in den Mainstreammedien gehört hätte.
Mittelwege zu beschreiten ist oft recht schwierig. Sich in direkte Konkurrenz zu den linken Christen zu begeben und versuchen, diese bei ihrem eigenen Spiel zu schlagen, ist zwar mutig, aber auch sehr gefährlich.
Hoffentlich bleibt sie bestehen. Das derzeitige Umfeld ist ja nicht gerade sehr Autonomie-freundlich. Andererseits hat sie das letzte Jahrhundert überstanden. Das ist auch schon eine Leistung.
Das war nicht Verurteilend gemeint, eher eine persönliche Einschätzung
tatsächlich, ich habe die Linke noch vor der Lektüre von Kuehnelt-Leddihn nach diesem Schemata definiert, um so überraschter war ich über die Parallelen zwischen den traditionalistischen Christen und dem Ritter. Rechte Christen bezeichnen sich selbst ja auch nicht als rechte Christen, die Identifikation verläuft über andere Termini.
Also was ich dem Blog bis jetzt an Ansichten entnehmen konnte würde ich diese Frage eindeutig mit einem Ja beantworten.
Die gemeinsame Ablehnung der Linken Weltsicht muss wohl auf den einen oder anderen Schnittpunkt zurückzuführen sein.
Vielleicht ist ein Christentum das eine spirituelle Praxis unter völliger Anerkennung und Respektierung der Naturwissenschaftlichen Theorie lehrt, eine unbequeme Alternative für die etatistische und progressistische Glaubensbewegung.
Man kann nur hoffen das nicht irgendwelche “Gutmenschen” im Parlament auf die Idee kommen das die Mönche in einer Krise gefälligst ihr Eigentum zu verstaatlichen und Steuern in die Staatskasse zu zahlen haben.
Aber ich bin in dieser Hinsicht Optimist, die Republik hat auch die Osmanische Herrschaft unversehrt überstanden, da wird sie wohl auch das Experiment Euro überstehen.
Das ist es allerdings. Die Kritik der Neuen Atheisten an den Religionen verläuft hauptsächlich über die Naturwissenschaften. Wenn und wo sie keine naturwissenschaftlichen Argumente benutzen können, wird es schwierig für sie. Denn dann müssten sie ihre eigenen metaphysischen Annahmen offen legen, die nicht rationaler oder empirischer sind als die ihrer Kontrahenten.