Eine Überlegung, die Abtreibungsgegner selten machen

Wenn der Embryo als Selbsteigentümer angesehen wird, fiele nicht nur Tötung, sondern auch Schädigung unter das Verdikt. Die Mutter darf nicht Alkohol trinken, rauchen, fett essen, Drogen sowieso nicht nehmen usw. Nicht nur während der Schwangerschaft nicht, sondern schon vorher, denn es gibt fruchtschädigende Tätigkeiten, die noch vor der Empfängnis liegen. In weiterer Überlegung allerdings auch der Vater nicht vor der Zeugung. Und was ist mit kindzeugen wollenden Menschen, die Träger einer Erbkrankheit sind? Die dürfen das “natürlich” nicht. Und wenn doch?

~ Stefan Blankertz

4 thoughts on “Eine Überlegung, die Abtreibungsgegner selten machen”

  1. Alles eine Frage der Restitution. Es lässt sich freiheitlich auch nur schlecht für einen Versicherungszwang argumentieren.

  2. Ich bin Libertär und Pro Lifeler, in meinen Augen ist Freiheit nichts rechtliches, sondern ein teil der Menschlichen Natur. “Rechte” entstehen in meinen Augen erst durch Vertrag.

    Ungeborene, Neugeborene, Erwachsene haben nur dann ein Recht wen sie auch einen Vertrag besitzen der anderen eine Obligation zum respektieren vor gibt. (Selbstverteidigung ist natürlich auch eine Option)

    Ich finde das die Abtreibung eine Unmoralische und Unnötige Handlung ist, ich würde Frauen die Abtreiben Ächten aber nie rechtlich belangen.

    Ich denke aber das z.B in einer freien Gesellschaft die Rettung der Ungeborenen durch kaufen Sichergestellt werden könnte, Stiftungen und Privat Personen könnten Mütter die vorhaben abzutreiben versuchen zu Überreden das Kind doch auszutragen und es dann eben gegen Geld abzugeben.

    Sicher, eine intakte Familie sowie gewollte Zeugung wären das Optimalste.

    So unangenehm es für Libertäre Abtreibungsgegner wie mich auch ist, wir müssen die Individuelle Freiheit der Mutter respektieren, wenn wir bei der Forderungen nach Freiheit nicht als Heuchler da stehen wollen.

    1. Ich bin Libertär und Pro Lifeler, in meinen Augen ist Freiheit nichts rechtliches, sondern ein teil der Menschlichen Natur. “Rechte” entstehen in meinen Augen erst durch Vertrag.

      Freiheit ist die Abwesenheit willkürlichen Zwangs.

      Ungeborene, Neugeborene, Erwachsene haben nur dann ein Recht wen sie auch einen Vertrag besitzen der anderen eine Obligation zum respektieren vor gibt. (Selbstverteidigung ist natürlich auch eine Option)

      Also dürfte dich jemand meuchelmorden, um dann anschließend deine Leiche in Salzsäure aufzulösen, mit dem du keinen Vertrag hättest, dass dein Recht auf Selbsteigentum für in gölte?

      Schon ‘mal etwas von Argumentationsethik und Vernunftsrecht gehört?

      So unangenehm es für Libertäre Abtreibungsgegner wie mich auch ist, wir müssen die Individuelle Freiheit der Mutter respektieren, wenn wir bei der Forderungen nach Freiheit nicht als Heuchler da stehen wollen.

      Müssten wir nicht, weil sie dem Neugeborenen das Recht auf Selbsteigentum vorenthielte. Es nicht um ihre Freiheit ginge. Dies hätte zur Folge, dass die “Mutter” daraufhin als vogelfrei zu gelten hätte.

  3. Freiheit ist die Abwesenheit willkürlichen Zwangs.

    Die schlechteste Freiheit`s Definition überhaupt,

    was ist Zwang ? und was ein Angriff ?

    Du könntest auch so Argumentieren: Ein Mensch ist frei, solange er Eingriffe in seine Freiheit frei zustimmt.

    Aber diese Def. ist Zirkulär, man kann einen Begriff nicht durch sich selbst definieren.
    Solange ich Eingriffen in meine Freiheit freiwillig zustimme, kann ich schwerlich behaupten, gezwungen zu werden.

    Zwang oder Angriff (was auch immer jemand darunter versteht) sind zwar Eingriffe in die Privatsphäre, aber wieso unterstellst du diesen Eingriffen das sie unerwünscht wären ?

    Diese längst überholte und minderwertige Definition ist schädlich für den Liberalismus.

    Also dürfte dich jemand meuchelmorden, um dann anschließend deine Leiche in Salzsäure aufzulösen, mit dem du keinen Vertrag hättest, dass dein Recht auf Selbsteigentum für in gölte?

    Es geht nicht ums dürfen, es geht darum das jemand anderes dies durchaus machen könnte, es gibt keine Naturgesetz das die ihn daran hindert.

    Wenn ich dies aber nicht Wünsche, so kann ich mich Verteidigen, da mich am Verteidigen auch kein Naturgesetz hindert.

    Aber, ich meinte eine Gesellschaftsordnung in der die Freiheit jedes Individuums beachtet wird, der Vertrag stellt dein recht dar, eine Verletzung dieses rechts kannst du dann Anklagen. Der Vertrag ersetzt das Staatliche Gesetz. Natürlich muss sich niemand an einen Vertrag halten, genau so wenig wie an ein Staatliches Gesetz oder eine Moral, aber es ist zumindest nicht unvorteilhaft Verträge anderer zu Respektieren. Die Einhaltungen oder die Kompensierung eines rechts kann man entweder selber Sicherstellen oder man hat ein Unternehmen das sich darum kümmert.

    Rechte können nicht aus der Natur abgeleitet werden, erst der Vertrag schafft das recht.

    Verträge wiederum sind Subjektiv geschaffene Konstrukte. Also sind auch rechte Subjektiv, der Vertrag ist der Inter-Subjektive Beweiß für die Einigung.

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