Genosse Levrat [Präsident der SP] fasste seinen Appell [am Parteitag] so zusammen: «Ja zum Klassenkampf, Nein zur Fremdenfeindlichkeit.»1
Wenn ein SPler meinte, in der Schweiz würde Klassenkampf herrschen, dann ginge das ja gerade noch. Aber wenn der Präsident der SP dann zum Klassenkampf, zum Kampf zwischen Kapitalisten und Arbeitern, aufruft, dann ist das sehr beunruhigend. Bedeutet dies, das Levrat die Strassen brennen sehen will? Dass er nichts dagegen hätte, wenn Schweizer Arbeitnehmer wie ihre französischen Kollegen ihre Vorgesetzten kidnappen würden?

Wahrscheinlich heißt es genau das. In Deutschland sieht es bei der “Linken” ja nicht anders aus. (Vgl. http://opponent.de/2009/09/20/die-linke-lafontaine-ruft-zu-unruhen-auf/)
Ich denke, das wird auch ohne Aufforderung von der SP über kurz oder lang kommen. Wie hoch der Druck auf “die da unten” noch wachsen kann mit ständigen und massiven Entlassungen, wieder aufgenommenen Bonizahlungen, Arroganz der Teppichetagen, Forderung nach freien Landenöffnungszeiten usw. wird sich bald zeigen.
Mathias,
vermutlich, die ideologische Nähe zwischen der Linkspartei und der Juso ist ja nicht von der Hand zu weisen-
Tin,
ich weiss nicht genau, was du mit deinem Kommentar aussagen willst, aber du scheinst viele grundverschiedene Dinge in einen Topf zu werfen. Vielleicht willst du dich präzisieren.
Dabei wäre es eigentlich an den Libertären zum Klassenkampf gegen spätetatistische Ausbeutung aufzurufen!
http://docs.mises.de/Blankertz/Manifest.pdf
Ha, libertäre Klassentheorie. Blankertz überrascht doch immer wieder.
Ist das so schwierig? Die Schere Arm-Reich geht immer weiter auf – die Besitzenden werden immer arroganter – 3% besitzen so viel wie die restlichen 97% zusammen – die Abzockerei geht ungebremst weiter – immer mehr Leute werden entlassen – usw. usf. – irgendwann wird das Pulverfass explodieren – und dies wahrscheinlich in nicht mehr so ferner Zukunft. Aber die Menschheit scheint darauf angelegt zu sein, die Geschichte immer wieder zu wiederholen.
Tin,
dein Kommentar ist immer noch voller vager Schlagworte und krasser Verallgemeinerungen. Dazu kommt es selbst in Ländern mit sehr viel grösserer Ungleichheit nicht zu Aufständen.
Darüber hinaus müssten sich die Aufstände und Proteste gegen den Staat richten, nicht gegen Produzenten und Arbeit- und Kapitalgeber.