Der deutsche Staat liebt die Gewalt so sehr, dass er einen unbescholtenen Bürger mit Erzwingungshaft droht, bloss weil dieser ein, zwei Zahlen nicht auf seiner Website veröffentlicht. D.h. irgendwann steht ein Haufen bewaffneter Männer vor deiner Tür, bloss weil du dein Eigentum nicht in der von ihnen gewünschten Art und Weise verändert hast? Würde das irgendeine andere Personengruppe als der Staat tun, würde man dies zu Recht Erpressung nennen. Doch greift der Staat zu mafiösen Mitteln, applaudiert seine Klientel. | opponent – Staat schickt mir Bußgeldbescheid und droht mit Erzwingungshaft
US-amerikanische Polizeikräfte morden wieder Hunde. Besonders widerlich daran: Es ist völlig legal. D.h. natürlich nicht, dass es legitim ist, auf einen vagen Verdacht hin, fremdes Eigentum zu betreten und Hunde zu erschiessen. (Hunde, wohlgemerkt, die völlig zu Recht Haus und Garten auch als ihr Eigentum ansehen.) | the agitator – Another Isolated Incident (w/ Puppycide)
Wie fühlt es sich in diesen krisenhaften Zeiten an, ein Libertärer zu sein? John Hasnas kommt zum Schluss, dass es sich ziemlich beschissen anfühlt:
Imagine spending two decades warning that government policy is leading to a major economic collapse, and then, when the collapse comes, watching the world conclude that markets do not work.
[...]
It is human nature to want to shoot the messenger bearing unwelcome tidings. And so, for the sin of continually pointing out that the emperor has no clothes, libertarians are attacked as heartless bastards devoid of compassion for the less fortunate, despicable flacks for the rich or for business interests, unthinking dogmatists who place blind faith in the free market, or, at best, members of the lunatic fringe.
Schliesslich ein Interview mit John Stossel, einem der wenigen Libertären, die so etwas wie mediale Aufmerksamkeit geniessen. | reason – John Stossel: The Reason.tv Interview
Dann noch eine Portion staatliche Gewalt: Das Oberverwaltungsgericht Bremen verbietet Heimunterricht und richtet somit eine durchaus reale Pistole auf zwei kluge, gebildete Jungen, denen die Schule in der Vergangenheit mehr geschadet als genutzt hat. Interessanterweise gibt das Gericht offen zu, dass es diese zwei Knaben an den Schulen haben will, um sie etatistischer Indoktrination unterziehen zu können. | opponent – Schulzwang: Oberverwaltungsgericht Bremen verbietet Hausunterricht
Wenn wir schon bei den Schulen und John Stossel sind. Josh Heuler hat eine interessante Dokumentation von John Stossel über das marode US-amerikanische Schulsystem. | josh heuler – John Stossel über Schulen
In der Schweiz grassiert übrigens die Masernepidemie immer noch und tötet eine junge Französin. | esoblog – Masern-Epidemie: Schweiz beklagt erstes Todesopfer
In Österreich hat sich eine Versicherung üblem Kollektivismus schuldig gemacht: Sie hat ihre Angestellten anhand derer Sternzeichen ausgewählt. | bad astronomy – ign of a bad company

Dein pessimus passt herrlich zur Beendigung meiner Lektüre von “Hundert Tage”. Das solltest du auch mal lesen, vielleicht gefällt es dir, kommen doch die Schweizer Entwicklungshilfebehörden nicht gut weg – kein Wnder, haben sie doch jahrelang eine Diktatur unterstützt (Völkermord in Ruanda).
Danke für den Buchtipp und die Info. Ob ich das Buch in Bälde lesen werde, ist aber ungewiss, eigentlich wollte ich mich zuerst in Hayek, Mises und Rothbard einarbeiten. Aber das ist dermassen schwerer Stoff, dass mir ein Roman zwischendurch wohl gut tun wird.
Nur – um ja nicht aus meinem Pessimismus herauszukommen – scheint mir, hat die Schweiz nicht aus Ruanda gelernt. Die Fehler, die damals begangen wurden, sind auch heute noch Standardprozedere.