Der US-amerikanische Rechtsphilosoph Lysander Spooner schrieb 1875: «Wenn eine Regierung Laster zu Verbrechen erklärt und sie als solche bestraft, versucht sie die wahre Natur der Dinge zu verfälschen.» Laster definiert Spooner als Handlungen, mit denen ein Mensch sich selbst oder seinem Eigentum schadet. Verbrechen hingegen seien Handlungen, mit denen ein Mensch einer anderen Person oder deren Eigentum schadet. Mit dieser fundamentalen Unterscheidung lässt sich der Cannabiskonsum leicht als Laster identifizieren.
Dennoch entschied sich jüngst eine Mehrheit der Schweizer Stimmbürger für die Aufrechterhaltung des Cannabisverbots und damit für die fortwährende Taxierung des Cannabiskonsums als Verbrechen. Damit haben viele Schweizer nicht nur verpasst, die eben genannte Unterscheidung zu treffen. Sie haben auch ihre Bereitschaft zur Schau getragen, sich in die friedlichen Angelegenheiten ihrer Mitmenschen einzumischen.1
- Matthias Jenny – Von unliebsamen Kiffern, Lastern und Verbrechern [↩]

Danke für die Verlinkung!
Ich würde eher meinen, ich muss danken:
Merci, dass du den Artikel geschrieben hast. Wenn du ihn jetzt noch jedem Parlamentarier zukommen lassen könntest…
So etwas ähnliches habe ich vor ein paa Jahren mal versucht. Das einzige Resultat war, dass ich seither mit “Parlamentarier-Newsletters” zugespammt werde…
Das ist natürlich äusserst unangenehm. Gab es denn keinen einzigen Politiker, der sich zu diesem damaligen Artikel geäussert hat. Keine Rückmeldungen in anderer Form als Newsletter?
Einige haben sich die Mühe genommen, einen inhaltlichen Halbsatz zu meinem E-Mail zu erwidern…
Ich bin einer, der von Politikern generell nicht viel hält. Doch nicht einmal ich hätte so etwas erwartet. Sehr betrübend, den Parlamentariern beim Arbeiten zuzusehen. Grässlichst enttäuschend…