In den letzten Monaten (und Jahren) hat eine regelrechte Hexenjagd stattgefunden. Manager wurden für die Wirtschaftskrise verantwortlich gemacht, als Ausbeuter und Abzocker verschrieen und der Gefährdung des sozialen Friedens für schuldig befunden. Insbesondere aber haben die Sozialdemokraten die hohen Löhne und die Boni der Manager und Unternehmer kritisiert. (Zu grosse) Lohnunterschiede seien ungerecht, finden viele und wollen deshalb nicht nur einen Mindestlohn einführen, sondern auch festlegen, wie viel die Differenz zwischen dem höchsten und dem tiefsten Lohn innerhalb eines Unternehmens sein darf. (Die 1:12-Initiative der Schweizer Juso, die pauschal alle Bezüger von hohen Löhnen als Abzocker bezeichnet, die sich “immer mehr vom Kuchen unter den Nagel reissen” und “unverantwortliche Risiken [eingehen], für die wir dann mit tieferen Löhnen, unseren Jobs oder unseren Steuern gerade stehen müssen.”1 )
Dabei vergessen die Sozialdemokraten aber, dass nicht nur Manager, sondern auch Sportler, Schauspieler und Musiker sehr viel Geld verdienen. Wenn es grundsätzlich ungerecht, asozial oder ethisch nicht korrekt ist, ein hohes Einkommen zu haben, wieso will die Juso dann nicht auch die Lohnspannbreite zwischen den Topfussballern und ihren geringverdienenden Kollegen begrenzen? Wenn Manager durch ihre hohen Löhne verhindern, dass die Löhne der anderen Mitarbeiter steigen, müsste dies nicht auch für Hollywoodstars und Sänger gelten? Gefährdet Roger Federer nicht ebenfalls den sozialen Frieden und sorgt für Neid und Missgunst? Und was ist mit den Boni der Schweizer Fussballer, die teils über 200’000 Franken erhalten, bloss weil die Nationalmannschaft nun nach Südafrika an die WM fahren darf? Ist das nicht ebenso ungerecht? Und was ist mit Regazzoni, der einen Bonus von 26’000 Franken erhalten hat, obwohl er nie gespielt hat?2 3
Oder hat die Initiative der Juso und die Entrüstung bei den Sozialdemokraten weniger mit hohen Löhnen per se, sondern mehr mit ihrer Abneigung gegen Unternehmer, Manager und Kapitalisten zu tun? Möglich wäre es, insbesondere auch, weil etliche “Top-Manager”, die mit der Juso-Initiative ins Visier genommen werde, nicht das Geringste zur Wirtschaftskrise beitrugen und auch keine unvernünftigen Risiken eingegangen sind, sondern Wohlstand geschaffen haben.
- Juso - 1:12 – Gemeinsam für gerechte Löhne [↩]
- Manfred Messmer – Apropos ubsartige Boni [↩]
- tagesanzeiger – So viel kassieren die Schweizer Spieler für die WM-Qualifikation [↩]

Eine AG ist das Eigentum der Shareholder. Entscheidend ist nicht die Frage, wieviel jemand verdient, sondern wer ihn bezahlt. Wenn Aktionäre bereit sind für ihren höchsten Angestellten ein millionenschwäres Jahresgehalt zu zahlen, dann ist dies ihr gutes Recht.
Politische Ambitionen, aus welchen Motiven auch immer, das Gehalt eines Managers zu beschränken, kämen einer Enteignung gleich.
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Freiheitistunteilbar,
genau, jedem muss es frei stehen, sein Geld so auszugeben, wie es ihm beliebt. Alles andere ist Bevormundung.