[Tages-Anzeiger:] Was besagen die Obsessionen von Rammstein über die Gesellschaft?
[Paul Landers:] Die Zeitung «Bild» titelt «Mann ass Kind auf», das ist für die Gesellschaft offenbar etwas anderes, als wenn eine Band singt: «Mann isst Kind». Vor allem auf Deutsch. Ein zerfetzter Körper in der Zeitung gilt als Information, wobei wir alle wissen, dass die Sensationslust eine enorme Rolle spielt. Wenn wir von solchen Dingen singen, gilt es als unausstehlich und ekelerregend. Was erlaubt ist und was nicht, wird zur Frage der Perspektive. Unsere Aufgabe, nein, Quatsch: Unser Tun besteht darin, solche Grenzen auszuloten. Dabei wird der Humor in unseren Liedern oft überhört, was uns immer wieder erstaunt.Denken Sie nicht, dass vor allem jüngere Fans Ihre Provokationen als Aufruf missverstehen könnten?
Man sollte die Fans nicht unterschätzen. Wenn ich mir die Internetforen über uns ansehe, merke ich: Die verstehen ganz genau, wie wirs meinen. Die sind viel schlauer, als die Behörden denken. Oder die Journalisten.
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Freiheit. Eigentum. Frieden.
Auf ars libertatis kommentiert ein Voluntarist das Zeitgeschehen: Konsequent freiheitliche Betrachtungen zu Philosophie, Politik und Wirtschaft.
(Mit etwaigen Ausschweifungen in kulturelle und gesellschaftliche Themen. Wie beispielsweise Transhumanismus und Skeptizismus.)Suche
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