Das Einkommen – und somit Vermögen – eines Staates besteht lediglich aus Steuern und Abgaben, dem Geld also, das die Bürger an den Staat abtreten. Verspricht jener Staat einem Obdachlosen also sein täglich’ Brot, so kommt der verdienende Teil der Gesellschaft dafür auf. Verspricht der Staat jedem Bürger eine sehr bestimmte Summe, übernimmt z.B. die Garantie für dessen Sparanlagen, dann führt das dazu, dass der Staat dem Bürger früher oder später das Geld abnimmt, das er ihm “erstattet”.
Eine sehr skurrile Situation. Nicht gerade beruhigend.1 Eigenartig.2
Ich fände es sehr viel einfacher, wenn ich jene paar Tausend Franken, die ich verlieren würde, weil ich der falschen Bank zu viel Vertrauen geschenkt hätte, nicht zuerst dem Staat überweisen würde, um sie später zurück zu erhalten (Abzüglich jenes Teils natürlich, mit dem die zuständigen Beamten gezahlt wurden.), sondern sie ganz einfach aus meiner linken Hosentasche herauszunehmen, zwei Minuten anzustarren und dann in meine rechte Hosentasche zu stecken.
Als auszubildender Teil der Gesellschaft hätte ich natürlich den Vorteil, dass ich nicht persönlich für jene paar Tausend Franken aufkommen müsste, sondern dass sie mir irgend jemand anderes bezahlen würde. Ich hätte gewissermassen mein Geld verspielt und es dann wieder zurück bekommen, ohne dafür einen Finger krümmen zu müssen. Stattdessen liesse ich Finger krümmen und lernte überhaupt nichts aus der ganzen Chose.
- christian hoffmann – Politische Tautologien [↩]
- jan filter – Wirtschaftliche Freiheit bedeutet auch Verluste wegstecken zu müssen [↩]
