Wie es sich so als Ungläubiger lebt

Ein geläufige, aber falsche Vorstellung, dass Ungläubige weniger glücklich wären als Gläubige, resp. dass ein Atheist und Skeptiker mehr und häufiger Angst verspüren würde als ein Christ, Hindu oder Jude.

Au contraire, es lässt sich – für mich jedenfalls – viel besser leben, da ich nicht ein Partikel in den astrologischen Gezeiten bin, kein Spielball des ominösen Schicksals. Ich sehe nicht hinter jedem Baum Geister, die mir eventuell Böses könnten. Keine schwarze Katze erschreckt mich, selbst der gestrige Freitag der Dreizehnte liess mich kalt. Ich erzittere nicht vor Zahlen, vor schlechten Horoskopen, vor bösen Blicken. Ich kann auch ein Mobiltelefon in der Hand halten, ohne gleich einen Tumor in mir wachsen zu sehen. Auf eine Autofahrt sehe ich nicht gleich eine verwüstete und trostlose Erde entstehen. Ich kann spätabends durch die Gassen einer beliebigen Stadt laufen und kann mich höchstens vor Mördern und Räubern fürchten, nicht aber vor Voodoo, Radioantennen, Geistern, CO2, Bankiers, Al Qaida, AIDS-Spritzen im Kinosessel, giftigen Spinnen in der Packung Südfrüchte, schmutzigen Filmen und Fluchwörtern, Zahlen, Plattenfugen, Teufeln und sonstigen Dämonen.

Der einzige potentielle Nachteil, den ein gottloses Leben haben kann, scheint mir der Mangel an Himmeln, Leben nach dem Tod und Schutzengeln. Ohne letzteres fühlt man sich in einer Grossstadt eventuell etwas unsicherer. Jedoch ist zu beachten, dass das aus dem Glaube an etwas komplett Unbewiesenes wie Schutzengel entstehende Unverwundbarkeitsgefühl falsche Sicherheit bieten kann, so dass man sich unvorsichtig verhält und gerade dadurch Opfer eines Angriffs wird. Dazu tendiert man im Falle von “Glück im Unglück” seinem Schutzengel für die Rettung zu danken, statt dem wahren menschlichen Helden, der einem in einem Akt der Zivilcourage gerettet hat.
Der buddhistische Glaube an Wiedergeburten hat einen äusserst schlechten Beigeschmack. Einerseits ein gnadenloser Anthropozentrismus, andererseits ist das Leben auf Erden auch nicht für alle derart gut und schön, dass ich das Risiko eingehen möchte, als irgendjemanden wiedergeboren zu werden.
Zum Himmel und dem ewigen Leben: Voraussetzung dafür wäre, dass das Quantum an Glücksmomenten so hoch wie möglich und die Menge an Tragödien in einem solchen Verhältnis gehalten werden, dass es immer noch herausragend schöne Momente gibt, aber ich mich nicht tagtäglich mit Unannehmlichkeiten herumschlagen muss. Allerdings scheint es mir schlicht unmöglich zu sein, irgendeine Beschäftigung zu finden, die ich eine Ewigkeit (und merke: Eine Ewigkeit sind nicht ein paar tausend Jahre, selbst Billionen von Jahren sind nur ein Vorgeschmack auf die Ewigkeit.) ausüben möchte, ohne dass sich eine gewisse Routine und Langeweile einspielt. Nein, da möchte ich lieber jung sterben.
Darüber hinaus scheint es mir recht pervers zu sein, einen Himmel parallel zum irdischen Dasein zu erdenken. Wenn es schon einen Himmel gibt, wieso noch diese Qualen und Tragödien auf der Erde? Ich könnte nicht ruhigen Gewissens im Himmel hocken, während “unter” mir Menschen dahinsiechen und elendiglich verrecken.

Gewiss, objektiv gesehen ist das Leben sinnlos. Das eröffnet jedoch die Möglichkeit, seinem Leben den Sinn zu verpassen, den man will. Das ist wahre Eigenständigkeit. Hätte Gott für mich einen Weg vorausbestimmt, so wäre ich nicht frei, sondern bloss Marionette. Dazu: Wenn ich schon unfrei sein muss, dann lieber Sklave meiner Gene und der Umwelt, lieber Servant eines physikalischen Determinismus als Laufbursche einer Person, Sklave eines Gottes.
Hätte das Leben einen objektiven Sinn, so müsste auch jede Tragödie ihren Sinn haben. Doch es ist eine recht traurige Ansicht, Genoziden und Massakern an Zweijährigen irgendeinen Sinn zuzusprechen. Erdbeben, Hurricanes, Blitzschläge lassen sich alle leichter ertragen, wenn sie das Produkt physikalischer Gesetze sind, denn Teil irgendeines göttlichen Planes. Denn das wäre wahrhaft ein scheusslicher Gott, der Tsunamis aus wohldefinierten Gründen über die Erde schickt.

Ein Wort zum Schluss: Zwar halte ich Deismus für ebenso kurios wie den Glauben an das unsichtbare, pinkfarbene Einhorn und die Teetasse zwischen Merkur und Venus, aber als Deist – würde ich meinen – lebt es sich nahezu gleich wie als Atheist. Denn ob nun irgendwo im Hintergrund ein Gott hockt, der gleich nach dem Urknall die Finger vom Universum gelassen hat oder nicht, ist nicht einerlei, aber doch irgendwo wieder egal.

Ein Trotzkist, ein merkwürdiges Kinderhilfswerk und eine Epidemie

In Frankreich ist ein Trotzkist mit einer interessanten Vergangenheit und illustren Freunden der zweitbeliebteste Politiker. Olivier Besancenot, Gründer der Nouveau Parti Anticapitaliste (NPA), in deren Zentrum die Ligue Communiste Révolutionnaire (LCR) steht. Sein politisches Programm steht für pure, nackte Gewalt. (Enteignungen, Aufhebung der Vertragsfreiheit, umfangreiche Verstaatlichungen. Auch eine blutige, zerstörerische Revolution will er nicht ausschliessen.) Hätte sein Kampf gegen den Kapitalismus Erfolg (Und dieser Kampf scheint doch recht beliebt zu sein, besonders wenn man einen Blick auf das diesjährige Weltsozialforum geworfen hat.), dann blickten wir einem neuen, hässlich finsteren Mittelalter entgegen. | Gudrun Eussner – Olivier Besancenot und andere Gönner der muslimischen “jeunes” | Der Lindwurm – Neue Gefahr von Linksaußen

Die britische und von der anglikanischen Kirche unterstützte Children’s Society poltert gegen den Individualismus. Dieser sei eine Hauptursache für die Probleme der heutigen Jugend. Lächerlich. Gleichzeitig ist es auch höchstgefährlich, wenn sich eine Gruppierung, die nach einem theokratisch-sozialistischen Staat strebt, als Kinderhilfswerk tarnt. | opponent – Besorgte™ identifizieren “Individualismus” als “größte Gefahr” für britische Jugend

Gleichzeitig greifen in Grossbritannien die Masern heftigst um sich. Etliche weitere Tote und Schwerverletzte sind zu befürchten. (Nein, das ist keine Ironie, sondern bitterer Ernst.) | Bad Astronomy – UK in trouble? Measles, antivax garbage on the rise

Zuletzt etwas Amüsantes: Ein gutes Stück Aberglauben: Eine Audio-CD, die mittels Hypnose Frauen zu grösseren Brüsten verhelfen soll. Blatanter Bullshit und eigentlich macht es einen wirklich traurig, zu entdecken, dass sich tatsächlich gläubige Käufer für diesen Unsinn finden lassen. | Respectful Insolence – Your Friday Dose of Woo: The best woo is breast woo

Über Spitzel, Rezepte gegen die Rezession und Blutgruppen

“Kann die Regierung die Rezession bekämpfen?” so der Titel eines Papers des Liberalen Instituts. Die Antwort: “Die Regierung muss nichts tun, sie muss etwas lassen: Die Regierung muss aufhören, Krisen zu schaffen, die sie anschliessend unter Schuldzuweisung an andere zu lösen vorgibt.”

Auch Robert P. Murphy vom Mises Institute hat einige Empfehlungen für die Regierung. Sein Rezept zur Überwindung der Rezession ist – ganz in der Tradition der “Austrians” – ein drastisches Schrumpfprogramm für den amerikanischen Staat. Obwohl er Obama eigentlich am liebsten sagen würde: “You know, if you look at the history of this company, it always ends up wasting money and getting innocent people killed. I think we should just quit and go volunteer at a church instead.”

Deutschland zwingt Hartz-IV-Empfänger unter Androhung einer Leistungskürzung zu Spitzeln für den Verfassungsschutz zu werden. Mehr dazu beim Opponenten: “Arbeitsagentur: Spitzel-Job oder Kohle weg”

In Japan nimmt der Kollektivismus und der (esoterische) Aberglaube sehr skurrile Formen an. Die Leute werden nicht wie in der Astrologie in zwölf Typen eingeteilt, sondern bloss in vier: 0, A, B und AB. Ganz Recht, Blutgruppen-Horoskope stehen in Japan ganz hoch im Kurs. Die Details hat Tiny Frog: “In Japan, you are what your blood type is”

Das 21. Jahrhundert ist die Ära des Aberglaubens

Die Ära des Materialismus und der Aufklärung scheint noch lange nicht anzubrechen. Es ist nicht nur schockierend, dass grossflächig Leute an Astrologie glauben (Was einzig dadurch möglich ist, dass es sehr vielen Leuten an Basiswissen über Astronomie zu fehlen scheint. Ein Armutszeugnis für unsere Schulen, die genau diese Allgemeinbildung zur Verfügung stellen sollten. Es ist mir schlicht unerklärlich, wie jemand das Gymnasium abschliessen kann und keine Ahnung von den Grössenverhältnissen des (inter)stellaren Raumes hat.), wenn dann aber das abendliche TV-Programm auf diesen Schwachsinn ausgerichtet wird, wird mir Angst und Bange. Statt Spielfilme oder Hollywoodserien, statt in Camps eingesperrte Leute zu zeigen, darf man sich nun die Roswell-Verschwörungstheorie ansehen und irgendeinen Irren, der meint, ein Zwitter aus Mensch und Alien zu sein.1

Was ist nur mit dem Land geschehen, das Beethoven, Back, Schiller und Goethe hervorgebracht hat?

  1. nub – OK, das war’s, drunter geht es nicht mehr []

Those crazy bastards

Man nennt es Geisteskrankheit, wenn’s bloss eine Person betrifft, verfallen mehrere Personen im Kollektiv dem Wahnsinn, so nennt sich das Ganze dann Religion (wahlweise auch Politik, UFO-Forschung, Esoterik oder Horoskope). Es ist beinahe schon erstaunlich, wie viele Leute sich solchen Schwachsinn wie The Next Uri Geller reinziehen. Traurig wird es dann, wenn man sieht, wie viele Leute nicht bloss nichts anderes zu tun haben, sondern effektiv an diesen Humbug glauben. Diese abscheuliche Verblödung schraubt sich jetzt noch eine Stufe höher: Uri Geller will mit seinen telepathischen Fähigkeiten Kontakt mit Ausserirdischen aufnehmen.1 Und vermutlich meint er damit nicht, dass er zur ISS telefonieren will. Es ist so komplett bescheuert. “Uri Geller live – Ufos & Aliens: Das unglaubliche TV-Experiment” nennt sich die Tragödie. Um noch mehr Leute in den puren Aberglauben zu locken, dürfen die Zuschauer ET sogar eine Nachricht schicken und ihm um Hilfe fragen. (UFOs = Engel 2.0?) Was sehr plumper Betrug ist. Denn es geschieht nichts mehr, als dass diese Botschaften in eine elektromagnetische Welle umgewandelt werden, die von einem Radioteleskop in den Weltraum gesendet wird. Punktförmig natürlich. Die Chance, dass dieses Signal überhaupt einmal auf einen Planeten auftreffen wird, ist schon verächtlich gering. Dass dieser Planet in relativer Nähe zu uns liegt, von intelligentem Leben bewohnt ist, das fähig und gewillt ist, unsere Nachrichten zu entschlüsseln und zurückzuschreiben, hat dieselbe Wahrscheinlichkeit, wie vom Empire State Building zu springen und sich nicht einmal den Knöchel zu stauchen.

Wenn derartiger Schwachsinn so beliebt ist und ohne jegliche Skepsis eingesogen wird, dann wundert’s mich auch nicht, dass die Nationen dieser Welt in einem so miserablen Zustand sind. Dann wundert mich ehrlich gesagt überhaupt nichts mehr.

  1. NUB – Geller sucht ET []

Uri Geller und höllische Lö;ffelbieger

STANDARD: Warum hängen so viele Leute in einer technologisch-wissenschaftlich dominierten Gesellschaft noch immer am Übersinnlichen?

Randi: Viele Leute sind nicht gebildet genug. Das hat auch mit dem Familienhintergrund zu tun. Menschen, denen von Kindesalter an beigebracht wurde, an Engel und Teufel, an Himmel und Hölle zu glauben, werden die Welt kaum auf rationale Weise betrachten. Ich denke, das ist eine absolut schädliche Art, über die Welt nachzudenken. Beweise sprechen für sich. Glauben bedeutet nichts

STANDARD: Für Sie ist Religion vergleichbar mit telekinetischem Löffelverbiegen

Randi: Oh ja, da gibt es exakte Parallelen. Für beides gibt es keinen Beweis, und trotzdem ist der Glaube daran weit verbreitet. Es gelingt nie, einen echten Gläubigen davon zu überzeugen, dass er falsch liegt.

STANDARD: Tendieren Menschen deshalb zur Irrationalität, weil sie Wissenschaft als kalt und emotionsleer ablehnen?

Randi: Ja, das ist tatsächlich so. Viele Leute sagen zu mir: “Wissenschaft weiß nicht alles!” Das zeigt, dass sie eine sehr schlechte Vorstellung davon haben, worum es in der Wissenschaft überhaupt geht. Wissenschaft behauptet nicht, alles zu wissen. Wissenschaft behauptet nicht einmal, irgendetwas mit absoluter Sicherheit zu wissen. Wissenschaft trifft nur Aussagen über die Welt, die durch Beobachtung und Experimente untersucht werden, um die Wahrheit zu entdecken. Aber diese Aussagen sind immer Veränderungen unterworfen. Viele Leute da draußen mögen das nicht. Sie haben lieber ihre fantastischen Vorstellungen, weil sie sich damit wohler fühlen. Für viele Leute ist Nachdenken sehr schmerzhaft.1

hat tip to eso blog

  1. standard.at – Über die Gefahr, sich auf Übersinnliches zu verlassen: James Randi im Gespräch []

Indio-Stamm begräbt Kinder lebendig

Religion wird nicht besser, wenn sie von ein paar Urwald-Indios betrieben wird statt von gesetzten Herren in prunkigen Dom-Palästen.

Babies born into some Indian tribes in the Amazon are being buried alive, a practice that is being covered up by the Brazilian authorities out of respect for tribal culture.
[...]
The tradition is based on beliefs that babies with any sort of physical defect have no souls and that others, such as twins or triplets, are also “cursed”.
[...]
Babies who are girls, who have some disability or who have unmarried mothers are all in danger of an early death in a shallow grave in the rainforest. Others are suffocated with leaves, poisoned or simply abandoned in the jungle.
[...]
Some tribes also believe it is a curse to give birth to more than one baby at a time. In the Suruwahá tribe, a pregnant girl will walk into the jungle by herself to give birth.

She then cuts the baby’s umbilical cord, buries the placenta and returns to the village with her child.

Sometimes the woman will simply leave the child in the jungle to die if it is a girl or if she is not married.1

Und dies geschieht jährlich mit Dutzenden von Neugeborenen oder Kleinkindern.

Hier haben wir nun die Wahl: Entweder wir respektieren das Recht dieser Stämme, ihren Aberglauben zu praktizieren und schauen zu, wie sie ihre Kinder ermorden oder wir respektieren das Recht der Kinder auf ihr Leben und beenden diese fürchterliche Tradition.

hat tip to beaj

  1. Telegraph – Girl survived tribe’s custom of live baby burial []

Homöopathie drangsaliert Logik

Das homöopathische Dogma vom „Potenzieren“ ist eine gewaltige Schwachstelle der Argumentation der Homöopathen und somit ein wichtiges Argument gegen die Homöopathie. Denn wenn es wirklich stimmt, daß „je stärker verdünnt (potenziert, dynamisiert) die Wirkungen und Nebenwirkungen zunehmen“, dann müßte jeder Patient, der solch ein Hochpotenzmittel einnimmt, auf der Stelle tot umfallen. Deswegen tot umfallen, weil beim Potenzieren ja alle Verunreinigungen, die sich in der Wirksubstanz, im Gefäß und in den diversen Grundsubstanzen (Wasser, Alkohol und Milchzucker) befinden, beim Herstellungsprozeß der Arznei mitpotenziert werden. Es sind vielfältige (und stets wechselhafte) Verunreinigungen, wie u. a.: organische Substanzen, Schwermetalle und viele anorganische Moleküle, manchmal nur in Spuren. Kein Therapeut kann auch nur ansatzweise wissen, was hier so alles mitpotenziert wird.1

  1. Kritisch Gedacht – Aberglaube Homöopathie []

Einstein und kindische Religionen

The word god is for me nothing more than the expression and product of human weaknesses, the Bible a collection of honourable, but still primitive legends which are nevertheless pretty childish. No interpretation no matter how subtle can (for me) change this.

und:

For me the Jewish religion like all others is an incarnation of the most childish superstitions. And the Jewish people to whom I gladly belong and with whose mentality I have a deep affinity have no different quality for me than all other people. As far as my experience goes, they are no better than other human groups, although they are protected from the worst cancers by a lack of power. Otherwise I cannot see anything ‘chosen’ about them.

Einstein mag nicht gottlos gewesen sein, doch Erzreligiöse sollten künftig doch etwas vorsichtiger sein, wenn sie ihn zitieren.

hat tip to pz myers

Hokuspokus hält britische Schulen im Würgegriff

…massieren Sie bitte mit einer Hand die Stellen neben Ihrem Brustbein, während die andere Hand um Ihren Bauchnabel kreist. Ja, das tut gut. Sie fühlen es, wie sich Ihre rechte und Ihre linke Gehirnhälfte miteinander verbinden. Sauerstoff durchströmt Ihr Gehirn, das nun auch besser mit Blut versorgt wird. Außerdem wandert elektromagnetische Energie durch Ihren Körper.
[...]
Mit Brain Gym, so behaupten jedenfalls seine Erfinder, soll man durch ein paar kleinere Bewegungen positive Energie freisetzen können, das Gehirn besser durchbluten, Konzentrationsstörungen abbauen, das Nervensystem anregen und vieles mehr.
[...]
Die Wissenschaftsinitiative Sense About Science hat die Behauptungen der Brain Gym-Bewegung einmal der Reihe nach überprüft und kommt zu dem Schluss, dass sie nicht nur nicht belegt, sondern teilweise schlicht unwahr sind. Den Schulkindern wird von ihren Lehrern eine neue Pseudowissenschaft vermittelt, die ihnen eine vollkommen falsche Vorstellung davon gibt, wie der menschliche Körper funktioniert. Und ganz nebenbei werden nicht unerhebliche Summen für diese Brain Gym-Übungen ausgegeben, die den Schulen an anderer Stelle fehlen. Britische Wissenschaftler sind jedenfalls entsetzt, dass ausgerechnet an den Schulen des Landes ein neuer Aberglaube um sich greift.1

  1. Die Achse des Guten – Gehirnakrobaten []

Religion tötet auch ohne Gotteskrieger

Es sind diese Fälle, von denen man kaum etwas hört, die es selten in die Presse schaffen, und die den islamistischen Terror an Grausamkeit beinahe überbieten. Kinder, die schrecklich gläubige Eltern haben. Ab und an werden Kinder krank. Ihre Eltern beginnen zu beten, das Kind verfällt in ein Siechtum, stirbt schliesslich. Obwohl die Eltern das beste wollten. Strafbare Vernachlässigung der Kinder stellt es trotzdem dar. Eigentlich. Unten genannte Beispiele stammen aus den USA, doch in der Schweiz verursacht ein ähnlicher Aberglaube bitterböse Masernepidemien. Eltern, die ihr Kind vor den teuflischen Impfungen schützen wollen und es auf Masernparties schicken, damit es trotzdem immunisiert wird. Bloss… Die Krankheit durchzumachen ist eine Qual, die Impfung würde dem Kind all das ersparen. Doch eben, der Aberglaube, der keimt und treibt und wurzelt…

After twelve days of suffering, Rita and Doug finally took Matthew to a hospital, where he was diagnosed with bacterial meningitis. This disease is 95% curable with antibiotics if treated early, but they had waited too long. After a week in intensive care, Matthew died. One of the Swans’ fellow Christian Scientists later said to them, “Life on earth is such a pinprick, what does it matter?”

Matthew isn’t the only child of Christian Scientists to die from easily treatable medical conditions. Other children have died from diabetes, from appendicitis, from allergic reactions to insect stings, and from cancer. Most horrible of all was the 1986 case of Robyn Twitchell, who suffered a twisted bowel that worsened into peritonitis when his Christian Scientist parents refused to take him to the hospital. Robyn suffered horrifically for five days until he died; by the end, he was vomiting up blackened portions of his ruptured intestine.1

  1. Daylight Atheism – No Religious Exemptions from Child Abuse Laws []