War on Drugs; Libertarismus als Geisteskrankheit; Tödlicher Umweltschutz; Tanzschritte

Tearful Atlanta Cops Express Remorse for Shooting 92-Year-Old Kathryn Johnston, Leaving Her To Bleed to Death in Her Own Home While They Planted Drugs in Her Basement, Then Threatening an Informant So He Would Lie To Cover It All Up
[...]
This is what happens when you declare “war” on American citizens. You dehumanize them. And you instill an ends-justifies-the-means, win at all costs mindset in your “warriors.” This mindset infected the entire narcotics unit at Atlanta PD. You’d have to be awfully naive to believe the problem is limited to Atlanta.
[...]
Kathryn Johnston’s death is tragic. But the real tragedy here is that had the cops found a stash of marijuana in her basement that actually did belong to her–say for pain treatment or nausea–her death would have faded quickly from the national news, these tactics would have been deemed by most to be wholly legitimate, and we probably wouldn’t still be talking about her today.

These cops were evil. But they worked within an evil system that’s not only immoral on its face, but is rife with bad incentives and plays to the worst instincts in human nature.1

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…the Harvard Law School is having a conference to analyze the “free market mindset.” The basic premise of the conference seems to be that people who believe in limited government are psychologically troubled.

The conference schedule features presentations such as “How Thinking Like an Economist Undermines Community” and “Addicted to Incentives: How the Ideology of Self Interest Can Be Self-Fulfilling.” The most absurd presentation, though, may be the one entitled, “Colossal Failure: The Output Bias of Market Economies.” According to the description, the author argues that the market “delivers excessive levels of consumption.” Damn those entrepreneurs for creating so much wealth!2

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While the immediate causes of the various bushfires are thought to include arson, discarded cigarette butts, faulty power lines, or lightning strikes, these initial fires transformed into huge infernos and spread uncontrollably across Victoria only because of extremely high fuel loads throughout the state’s bushland. The reason? For years, local governments have neglected to manage fire hazards on their land in order to be faithful to the principles of environmentalism — a philosophy that contends that nature has intrinsic value that must be preserved, regardless of any use it has to man.[6] The result has been that people have sacrificed their prosperity and even survival in an attempt to preserve the unspoiled sanctity of nature.3

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Würde man das Urheberrecht – d.h. das Prinzip des Geistigen Eigentums, d.h. Ideen als Eigentum anzusehen und das “Kopieren” einer Idee (was nichts anderes darstellt als das, was Kunst und Kultur, ja unsere ganze Zivilisation ausmacht: Imitation) unter Strafe zu stellen – konsequent auslegen, so müsste man auch Tanzschritte kopierrechtlich schützen. Jemand, der sich eine neue Choreographie ausdenkt, einen neuen Tanz, müsste das alleinige Recht haben, diese Tanz aufzuführen oder aufführen zu lassen. Nachtanzen wäre nicht erlaubt.4

  1. Radley Balko – Tearful Atlanta Cops Express Remorse for Shooting 92-Year-Old Kathryn Johnston, Leaving Her To Bleed to Death in Her Own Home While They Planted Drugs in Her Basement, Then Threatening an Informant So He Would Lie To Cover It All Up []
  2. Daniel J. Mitchell – Is Libertarianism a Sign of Mental Illness? []
  3. Ben O’Neill – The Victorian Bushfires: How Environmentalism Leads to Disaster []
  4. Stephan Kinsella – Copyrighting Dance Steps–The Death of Choreography []

Killer-Spiele-Spieler vs. Down Under

Wieso einen eigenen Blogeintrag schreiben, wenn einem andere die Arbeit schon abgenommen haben?

In Australien ist diese Woche Fallout 3 auf den Index gekommen. Nicht etwa, weil sich die Zensurbehörde an der Gewalt gestört hätte, sondern weil sich in Fallout 3 Morphiumkonsum positiv auf die Fähigkeiten der Spielfigur auswirkt.

Marcos Kommentar:

[...] wenn der Zusammenhang zwischen Virtualität und Realität so zwingend gegeben wäre, dass es Verbote und Zensur tatsächlich bräuchte, ist es verwunderlich, dass willkürlich nur einige Medien indiziert werden und nicht alle gewalt- oder sonstiges “schädliches” Verhalten beinhaltende Medien. Vor allem aber wäre es doch mal interessant zu erfahren, wo denn die Millionen amoklaufender, heroinspritzender Computerspieler sind, die es zweifelsohne geben müsste, wenn man der platten Bevormundungslogik der Zensoren folgt.1

  1. opponent – Völlig verstrahlt: Australien zensiert “Fallout 3” []

Jesus Is A Cunt, ab in den Knast!

In Australien trug ein 16-Jähriger in T-Shirt der Black-Metal-Band Cradle Of Filth, das eine nackte masturbierende Nonne zeigt, darunter die Schriftzüge Vestal Masturbation und Jesus Is A Cunt und wurde deswegen propmt verhaftet.

2005 trug in England ein 19-Jähriger dasselbe Shirt und musste als Strafe dafür 40 Pfund Busse zahlen und 80 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten.

Meinungsfreiheit, bye bye. Theokratie, willkommen im 21. Jahrhundert.

Langsam wird mir diese Scheisse zu viel. Alle paar Tage wird irgendjemanden hier im säkularen liberalen Westen ein Maulkorb verpasst. Bloss weil er gewagt hat, seine Meinung zu äussern und sich irgendjemand beleidigt gefühlt hat. Was soll das?

Hä, was soll das?

Aus Trotz hier das Shirt, das die beiden Cradle-Fans trugen und hoffentlich heute immer noch tragen:

jesus is a cunt - cradle of filth t-shirt

hat tip to oz atheist

[by the way, jeder muss das recht haben, diese shirt zu tragen. sagen muss man allerdings auch, dass der träger damit wenig anstand beweist (sofern im öffentlichen raum getragen) und eine gute portion schlechten geschmack, was kleidungsstil anbelangt. trotzdem, ein wenig amüsant ist das shirt. wenn auch potthässlich, doch für einen verstoss gegen den guten geschmack strafarbeit verrichten zu müssen, ist das letzte, das eine demokratie brauchen kann.

dani filth, fronter von cradle, beweist einen liberalen geist:

"Defaming organised religion openly in public is now a crime? What is wrong with England? Still, the litter problem on our city streets should improve dramatically if they keep handing out 80-odd hour community punishment orders willy-nilly."1]

  1. goldcoast.com.au - Band T-shirt draws charge []

Steuerbefreiung der Kirche und andere Wirrnisse

Kirchen sind in der Schweiz steuerbefreit, jedenfalls bis zu einem gewissen Grade. Vermutlich sind kleine Glaubensgemeinschaften nicht steuerbefreit – Scientology wohl eher nicht, obwohl es genauso eine religiöse Gruppierung darstellt wie die katholische Kirche. Aber wer alt und etabliert ist, der geniesst halt gewisse Vorrechte, auch wenn sich diese weder begründen lassen, noch irgendeinen Sinn machen würden.

Gemeinnützige Organisationen von den Steuern zu befreien, ist vermutlich eine gute Sache. Doch eine Religionsgemeinschaft ist bloss eine Gruppe Leute, die an denselben Gott – oder an dieselben Aliens – glauben. Sicherlich macht man denen einen Gefallen, wenn sie keine Steuern zahlen müssen. Doch um Gefälligkeiten sollte es nicht gehen. Wenn diese oder jene Kirche einen gemeinnützigen Arm hat, dann kann man diesen von den Steuern befreien, nicht aber der ganze unheimliche Apparat dahinter. Insbesondere, da sich die katholische Kirche nicht über Geldmangel beklagen muss. Der Papst und seine weissesten Schäfchen jedenfalls nicht. So war es, und so ist es immer noch.

Dann könnte man noch die Frage anschneiden, wieso für die Kirche mancherorts (in diesem Fall Australien) nicht dieselben Bedingungen gelten wie für ein beliebiges anderes Unternehmen. Oder könnte die UBS (oder ein grösseres australisches Unternehmen) ihren Angestellten vorschreiben, wie sie ihr Leben zu führen haben? Nein. Das gäbe einen (inter)nationalen Aufschrei, und allerhand Leute würden wieder gegen diese bösen Neoliberalen fluchen – ohne zu merken, dass die so beliebte moralische Instanz namens Kirche mit ihren Angestellten verfahren darf, wie sie gerade will. Ohne Proteste. “Weil das ist halt deren Glaube und so.” Wie wäre es – bloss so als kleiner Wachrüttler – wenn eine bekannte Unternehmung sich irgendeinem Aberglauben (inklusive strenger Moral und scharfer Sittengesetze) unterordnen würde, und Angestellte freistellen würde, wenn diese einen Fehltritt wagten?

Mit anderen Worten:

Some may even be thinking at this time that having to pay taxes would be a form of discrimination against religious organisations. But how is it discrimination if they have to simply follow the same rules and laws as everyone else? Businesses have to pay tax; citizens have to pay tax and so on. Yet religious organisations have somehow achieved a privileged status, one which does not create any clear tangible benefit for society (such as charitable or educational groups create).1

  1. Matt’s Notepad – So what is the problem with religious beliefs? []