Zur Beurteilung des Nahostkonflikts
Der Nahostkonflikt hält die europäische Presse in Atem. Obwohl weltweit noch dutzende andere Konflikte und Kriege existieren1, besonders in Afrika, beschäftigen sich westliche Medienorgane sehr gerne und sehr ausgiebig mit dem Konflikt in Israel und Palästina. Kaum einer, der keine Schuldigen zu benennen hat oder sich auf irgendeine Seite schlägt. Doch treten wir ein paar Schritte zurück und ignorieren unser spontane, emotionale Bewertung dieses Konflikts:
Nach welchen Kriterien sollten wir diesen Konflikt beurteilen?
Wie gehen wir sonst mit Problemsituationen um? Welche ethischen und moralischen Massstäbe legen wir an? Wie beurteilen wir Taten von menschlichen Wesen? Anhand der Intentionen der Individuen, anhand der Konsequenzen dieser Handlungen?
Sind uns bei der Beurteilung des Nahostkonflikts die Absichten der beiden kriegsführenden Parteien (Hamas und israelisches Militär – Auf keinen Fall sollten wir auf Kollektivisierungen zurückgreifen und gar von den Israelis oder den Palästinensern sprechen.) wichtig, oder legen wir mehr Wert auf das blosse Zählen von Leichen?
- neues und bekanntes – Es gab und gibt auch noch andere Konflikte [↩]


