Zur Beurteilung des Nahostkonflikts

Der Nahostkonflikt hält die europäische Presse in Atem. Obwohl weltweit noch dutzende andere Konflikte und Kriege existieren1, besonders in Afrika, beschäftigen sich westliche Medienorgane sehr gerne und sehr ausgiebig mit dem Konflikt in Israel und Palästina. Kaum einer, der keine Schuldigen zu benennen hat oder sich auf irgendeine Seite schlägt. Doch treten wir ein paar Schritte zurück und ignorieren unser spontane, emotionale Bewertung dieses Konflikts:

Nach welchen Kriterien sollten wir diesen Konflikt beurteilen?

Wie gehen wir sonst mit Problemsituationen um? Welche ethischen und moralischen Massstäbe legen wir an? Wie beurteilen wir Taten von menschlichen Wesen? Anhand der Intentionen der Individuen, anhand der Konsequenzen dieser Handlungen?

Sind uns bei der Beurteilung des Nahostkonflikts die Absichten der beiden kriegsführenden Parteien (Hamas und israelisches Militär – Auf keinen Fall sollten wir auf Kollektivisierungen zurückgreifen und gar von den Israelis oder den Palästinensern sprechen.) wichtig, oder legen wir mehr Wert auf das blosse Zählen von Leichen?

  1. neues und bekanntes – Es gab und gibt auch noch andere Konflikte []

Angriff auf Israel wäre Irans Untergang

Any Iranian attack on Israel would lead to fierce retaliation resulting in “the destruction of Iran,” Infrastructure Minister Benjamin Ben-Eliezer said Monday.
[...]
“The Iranians won’t rush to attack Israel, because they understand the significance such action would have and are well aware of our strength. However, Iran continues to aggravate the situation by supplying arms to Syria and Hezbollah, and we must deal with this.
[...]
In a future war, it will be much safer to live in [the northern towns of] Nahariya and Shlomi instead of Jerusalem and Tel Aviv, since I expect that in the opening attack hundreds of missiles will strike Israel. There will be no place in the country which is not within range of Syria and Hezbollah’s rockets.”1

  1. haaretz – Ben-Eliezer: If Iran attacks, Israel will destroy it []

Israelfreundliche Presseschau

Angesichts der Katjusha-Raketen, die auf Ashkelon niedergehen und des kurzen Einmarsches der Israel Defense Forces in Gaza, wird es Zeit für eine kurze, israelfreundliche Presseschau.

Sind Leute, die eine Hamas gewählt haben und ihr offenbar willig in ein militärisches Abenteuer folgen (nichts anderes sind die Terrorhandlungen dieser Organisation) nicht auch veranwortlich für die Folgen ihres Tuns?1

When Hamas, or whoever else takes over Gaza in coming years, decides to stop using the Palestinian people as one collective suicide bomber, they will find a willing peace partner in Israel.2

All this was of course de rigueur and predictable as clockwork; did it matter that the usual world bodies and Israel-bashers were confusing attacker and defender, night and day, black and white, equating a democracy with a terror organization, standing morality on its head with the usual mix of cynicism and idiocy?3

What about “civilians” who willingly allow themselves to be used as human shields? Or their homes as launching pads for terrorist rockets?4

  1. Zivilisten? Komplizen! []
  2. Palestinian self-destruction []
  3. The Price of Israel-Bashing []
  4. Worshippers of Death []

In the end blood was shed in Sderot, not Gaza

Vielleicht sollten wir alle damit beginnen, israelische Zeitungen zu lesen ~ ANALYSIS: In the end blood was shed in Sderot, not Gaza

Sderot in Blut getränkt

Blutiger Regen über Sderot. Hundert Qassam-Rakten in drei Tagen. Ein britischer Journalist mitten drin ~ Code Red in Sderot: Living in the most heavily bombed place in the world Höchsten Dank geht auch an Beer7 von den Freunden der offenen Gesellschaft, die den Artikel ins Deutsche übersetzt hat ~ Leben in Sderot