Die UNO ist moralisch bankrott: Morales, Nyerere und Castro sind ihre Welthelden

[D]ie Vollversammlung der Vereinten Nationen [hatte] eine Idee: Sie beschloß, drei “Welthelden” (World Heroes) zu küren, die – so der Präsident der Vollversammlung, Miguel D’Escoto Brockmann – “embody virtues and values worth emulation by all of us”. Die Tugenden und Werte verkörpern, die es wert sind, daß wir alle ihnen nachstreben.

Einer der drei sollte der “Weltheld der Solidarität” sein, der zweite der “Weltheld der Mutter Erde” und der dritte der “Weltheld der sozialen Gerechtigkeit”.
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[D]er Weltheld der Mutter Erde wurde Evo Morales, sozialistischer Präsident von Bolivien. Vergangenen Samstag überreichte ihm D’Escoto Brockmann die Medaille und eine Urkunde, in der Morales als “the maximum exponent and paradigm of love for Mother Earth” gewürdigt wird, als der bedeutendste Vertreter und als Vorbild für Liebe zu Mutter Erde.

Aber das ist, lieber Leser, noch gar nichts. Weltheld der sozialen Gerechtigkeit wurde der verstorbene Julius Nyerere, auch er ein Sozialist, der Tansania von 1961 bis 1985 regierte und es – so das Time Magazine 1975 – in ein “wirtschaftliches Desaster” führte.

Schon recht eindrucksvoll, nicht wahr? Aber das Beste wissen Sie immer noch nicht. Zum “Welthelden der Solidarität” wurde Fidel Castro erwählt.1

The president of the United Nations General Assembly, Rev. Miguel D’Escoto Brockmann, on Saturday declared Bolivian President Evo Morales as “World Hero of Mother Earth” in a ceremony at the presidential palace in this capital.

With a medal and a parchment scroll, the General Assembly of the United Nations Organization named Morales “the maximum exponent and paradigm of love for Mother Earth” in the resolution for his decoration that was read during the ceremony.

The document added that the decision was taken “after extensive consultation” among representatives of the General Assembly’s member countries.
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Besides Morales, the former Cuban head of state Fidel Castro has been named “World Hero of Solidarity” and the late ex-president of Tanzania, Julius Nyerere, will be honored as “World Hero of Social Justice.”

“What we want to do is present these three people to the world and say that they embody virtues and values worth emulation by all of us,” said D’Escoto, who like the socialist Morales is a staunch critic of U.S. foreign policy in Latin America.

D’Escoto was elected president of the 63rd session of the UN General Assembly on June 4, 2008, and was Nigaraguan foreign minister during the first Sandinista government from 1979 to 1990.2

  1. Zettels Raum – Die Vereinten Nationen ehren drei Welthelden. Nebst Bemerkungen über einen cubanischen Heiligen []
  2. Latin American Herald Tribune – Morales Named “World Hero of Mother Earth” by UN General Assembly []

Empfohlen: Sofortiger Austritt aus der UNO, Abbruch jeglicher Verhandlungen über einen EU-Beitritt

2002 trat die Schweiz der UNO bei1, viele bejubelten den Entscheid, da einerseits so ziemlich alle Staaten Mitglied der Vereinten Nationen sind (d.h. wenn man Staat sein will, gehört es zum guten Ton, UNO-Mitglied zu sein), andererseits wurde die UNO als Heilsbringer und Weltregierung gepriesen, als Verkörperung einer neuen Weltordnung, die alle Kriege beenden und den Hunger ausmerzen würde.

Mir ist jegliche Staatlichkeit zuwider, die UNO kann man jedoch nicht einmal zu den “guten” Staatsgebilden/Staatsabkommen/Staatsderivaten zählen. Denn sie beschäftigt sich zum Beispiel zu einem grossen Teil mit der wilden (und gänzlich einseitigen) Verurteilung Israels im Nahostkonflikt. Sie ist ein Sammelbecken von Judenhassern und Islamophilen geworden. Man darf an Durban erinnern2. In manchen Belangen ist sie das Exekutivorgan der Organisation der Islamischen Konferenz und verbietet alle paar Monate Islamkritik345. UN-Soldaten auf friedenserhaltenden und friedensfördernden Missionen lassen es sich auch nicht nehmen, ab und an Kinder und Frauen zu vergewaltigen6. Daneben: Organisierte Prostitution, Korruption, Geschäfte mit Warlords, tödliche Embargos (siehe z.B. Irak), dutzende gescheitere militärische Interventionen etc. (The Freeman – Book Review ~ Deliver Us from Evil: Peacekeepers, Warlords and a World of Endless Conflict by William Shawcross).

Dann die EU als Verkörperung des Zentralismus und des Autoritarismus: Das Steuerkartell, das in der EU am entstehen ist. Neu-Sprech7. Vorratsdatenspeicherung. Glühbirnenverbote. Agrarprotektionismus. etc. etc.

Die tiefer gehende Kritik an der EU und der UNO (beides sind staatliche Organisationen und als solche per se illegitim, dazu widersprechen die UNO-Menschenrechte einerseits sich selbst, andererseits aber stellen sie eine harsche Relativierung der Eigentumsrechte dar, was auch der Fall mit den meisten Verfassungen ist) möchte für den Moment beiseite lassen.

Doch selbst wenn man Etatist ist und ein wenig Herz, ein wenig Verstand hat, so scheint es mir kann man unmöglich Mitglied einer Organisation sein, die eine derart blutige Vergangenheit hat wie die UNO oder ihre Bürger derart ignoriert wie die EU. Ich meine, dort Mitglied zu sein wollen, bedeutete ja bis zu einem gewissen Punkt auch, diese Abscheulichkeiten zu befürworten oder zumindest hinzunehmen. Nein, ein sofortiges Austritt aus der UNO und der Abbruch jeglicher Beitrittsverhandlungen oder – überlegungen zur EU scheinen die einzigen Optionen zu sein, die bleiben.

  1. wikipedia – Die Schweiz in den Vereinten Nationen []
  2. Zettel – Eine skandalöse Veranstaltung der UNO. Da sei nichts zu retten, sagt der Sprecher des amerikanischen Außenministeriums. Was sagt die Bundesregierung? []
  3. Christopher Hitchens – Don’t Say a Word: A U.N. resolution seeks to criminalize opinions that differ with the Islamic faith. []
  4. Damian Thompson – Don’t criticise Islam, says UN []
  5. Fox News – U.N. Anti-Blasphemy Resolution Curtails Free Speech, Critics Say []
  6. wikipedia []
  7. filterblog – Das EU-Parlament will Männer abschaffen []

Keiner gönnt dir deine Freiheit (u.a.)

Es gibt jene Eltern, die vergessen an einem heissen Sommertag ihre Kinder im Auto, kehren dann Stunden später zurück und finden ihre Kinder tot vor. Gene Weingarten hat ein herzzerreissendes Stück dazu geschrieben, das aufzeigt, dass jeder sein Baby vergessen kann. Keiner ist davor gefeit. / Gene Weingarten – Fatal Distraction: Forgetting a child in the back seat of a hot, parked car is a horrifying, inexcusable mistake. But is it a crime?

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Jeff Eldridge will in Westvirgina den Verkauf von Barbie- und sonstigen Modepuppen verbieten. Der Grund? Barbiepuppen würden Mädchen dazu anspornen, ungebührlich viel Wert auf ihr Aussehen zu legen. / opponent – US-Provinzpolitiker will Barbie verbieten: 50 Jahre Plastikschönheit sind ihm zu viel / Los Angeles Times – A West Virginia legislator plays with a ban on Barbie dolls
Jeff ist mit seinen wirren Ängsten nicht alleine. Auch deutsche Feministen trachten Barbie nach ihrem Plastikleben. / Münstersche Zeitung – Wespentaille und lange Beine: Barbie wird 50

Doch der Paternalismus ist auch aus der Schweiz nicht mehr wegzudenken. Die Stadt Zürich will künftig noch stärker bestimmen, welchen Lebensstil die dortigen Bürger zu pflegen haben. Abweichler werden nicht mehr nur schräg angeschaut, sondern selbstverständlich bestraft. Auf dem Pausenhof einen Mars-Riegel zu verspeisen, wird künftig verboten sein. Karotten und Wasser sollen die Schüler künftig essen. / nzz – Pausenkioske ohne Cola, Mars und Co.: Neue Ernährungsrichtlinien für Stadtzürcher Schulen

Doch die Hasstiraden gegen nackte Frauen und fettigen Speisen ist nur die Spitze des Eisberges: Der Paternalismus schreckt nicht einmal vor dem persönlichen Bekleidungsstil zurück. Baggy Pants zu tragen soll in Tennessee und South Carolina künftig verboten sein, in diversen Städten ist es heute schon offiziell ein Verbrechen. Selbst Obama hat schon öffentlich seine Abneigung gegen tief sitzende Jeans geäussert. / Greag Beato – Sag Bashers: Exposing the misguided war on saggy pants

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Ganz so schlimm wie in Venezuela ist es hier aber dann doch nicht. Chavez ist nämlich drauf und dran, die Agrarindustrie zu verstaatlichen, wenn sich die Bauern seinem Willen nicht fügen. Vorerst sind zwar nur die Reisbauern davon betroffen, aber da wird sicher nicht lange so bleiben. Andere Industriezweige hat Chavez ja schon gewaltsam übernommen. / freilich.ch – Unvermeidliche Eskalation

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Die UNO entwickelt sich mehr und mehr zum Sprachrohr und Handlanger von Despoten, Tyrannen und anderen Schlächtern. Die UNO hat nämlich eine Resolution verabschiedet, die Religionskritik illegal macht. Sich gegen Steinigungen auszusprechen, wird also vielleicht schon bald mit einer Steinigung bestraft werden. / pharyngula – Talk fast, we might be criminalized / Christopher Hitchens – Don’t Say a Word: A U.N. resolution seeks to criminalize opinions that differ with the Islamic faith.

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Wer Politik nicht wirklich leiden kann, oder zumindest für diesen Moment oder Abend die Nase gestrichen voll hat davon, der erfährt im nachfolgenden Video, wieso Wissenschaft so wichtig ist (hat tip to phil plait):


Why is Science Important? from Alom Shaha on Vimeo.

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Zu guter Letzt ein sehr optimistische Rede von Nick Gillespie, der der Überzeugung ist, dass wir im libertären Moment leben (hat tip to dan hayes):

Die UNO verbietet Religionskritik

A “Defamation of Religion” resolution sponsored chiefly by Islamic nations passed yesterday in the United Nations General Assembly by a vote of of 86 in favor, 53 against and 42 abstentions. It declares that governments should:

“adequate protection against acts of hatred, discrimination, intimidation and coercion resulting from defamation of religions and incitement to religious hatred in general.”1

  1. reason – U.N. Attempts to Outlaw Free Speech When It Comes to Religion []

The Economic & The Moral Case For Tax Havens

Na, wenn selbst das Cato Institute die Steuerpolitik der Eidgenossenschaft lobt:

via cato-at-liberty

Paranoid-schizophrener UN-Menschenrechtsrat

Das ist köstlich. Diese Ironie. Als würde man Joseph Goebbels beauftragen, die Apartheid in Südafrika zu beenden.

Stattdessen wird ein 9/11-Truther zum Sonderberichterstatter für “Menschenrechtsverletzungen im palästinensisch-israelischen Konflikt”. Richard Falk heisst der, und ist bekannt dafür, Juden und Nazis zu verwechseln. Daneben scheint er ein derart scheusslich schlechtes Gedächtnis zu haben, dass er, immer wenn er Al-Qaida sagen will, stattdessen Mossad sagt. Oder Bush. Oder Necons. Aber dass 9/11 ein Inside-Job war, dessen ist sich Falk jedoch ganz sicher.

Mögen tut der Herr Falk auch Khomeini und die Roten Khmer.

Ich will nicht wissen, was die UNO da geritten hat, einen offenbar paranoiden und nicht minder antisemitischen Professor zum Sonderberichterstatter zu erheben. Nein, ich will es wirklich nicht wissen.

lindwurm – UN abschaffen, Grund Nr. 239405

UN-Menschenrechtsrat gegen Religionskritik

Westliche Staaten votierten jedoch für die Religionskritik. Trotzdem haben islamische Staaten mit der eifrigen Hilfe Chinas obsiegt, was dazu führte, dass der UN-Menschenrechtsrat (MRR) nun eine Resolution gegen die “Diffamierung des Islam und anderer Religionen” vorlegt123.

Nicht verwunderlich ist, dass der Islam als einzige Religion explizit genannt wird. Dies liegt daran, dass Pakistan diese Resolution im Namen der Islamischen Konferenz in den MRR eingebracht hatte. Nun ist es also offiziell: Islamkritik ist verboten. Und dies Im Namen der UNO und der Menschenrechte.

11. Urges all States to ensure that all public officials, including members of law enforcement bodies, the military, civil servants and educators, in the course of their official duties, respect all religions and beliefs and do not discriminate against persons on the grounds of their religion or belief, and that all necessary and appropriate education or training is provided4

Unsere Politiker müssen jeden Glauben respektieren? Was soll dieser Unsinn? Sollen wir uns jetzt vor dem Islamismus niederknien? Was ist mit anderen abstrusen Glaubensformen? Nazismus? Scientology? Weltverschwörungstheorien, die das Weltjudentum und Chemtrails beinhalten?

Ich glaube, ich bin zu alt für diese Welt.

  1. frankfurter rundschau – Sorge um Diffamierung des Islam []
  2. liberalissimus – Religionen schützen? []
  3. varia & eventualia – Juhu, auch ich kann Menschenrechte verletzen []
  4. Resolution A/HRC/7/L.15 []