Krieg ist Frieden: Friedensnobelpreis für Obama

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an den amtierenden amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Dieser habe ein «völlig neues internationales Klima» geschaffen, hiess es in der Begründung. Der Preis ist mit umgerechnet 1,48 Millionen Franken dotiert und soll am 10. Dezember übergeben werden.

Der Vorsitzende des Nobel-Komitees, der Norweger Thorbjoern Jagland, sagte, der amerikanische Präsident erhalte den Preis gerade auch wegen seines Einsatzes für eine atomwaffenfreie Welt. Obama wurde im vergangenen November zum ersten schwarzen Präsidenten der USA gewählt.

«Alles, was er in seiner Zeit als Präsident angepackt hat, und wie sich das internationale Klima durch ihn verändert hat, ist schon mehr als Grund, ihm dem Friedensnobelpreis zu verleihen», sagte Jagland.1

Nun hat also ein amtierender Präsident den Friedensnobelpreis erhalten, der momentan in etlichen Nationen Krieg führt, in unzähligen Staaten Militärbasen hat, diverse Foltergefängnisse betreibt, unter dessen Aufsicht einige Geheimdienstoperationen in anderen Ländern durchgeführt werden und der in seinem eigenen Land paramilitärische Truppen einsetzt, die immer und immer wieder Unschuldige und kleine Hunde ermorden. Ein Friedensnobelpreisträger, der neben einem War on Terror, einem War on Poverty, einem War on Climate Change auch noch einen War on Drugs führt, wegen dem tausende harmlose Kiffer und Drogensüchtige im Gefängnis sitzen, Todkranke ihr Marihuana nicht mehr erhalten, Drogenabhängige kriminell werden müssen, um die extrem hohen Preise für ihren Stoff bezahlen zu können und der Mexiko in eine Hölle der Gewalt verwandelt hat.

Wer wird den Nobelpreis als nächstes erhalten? Hugo Chavez? Mahmoud Ahmadinejad? Wen Jiabao? Kim Jong-il?

  1. nzz – Barack Obama erhält den Friedensnobelpreis: Ausgezeichnet für die Stärkung der internationalen Diplomatie []

Oma kauft Erkältungsmedikamente – verhaftet!

Die Entführungen gehen weiter. Diesmal traf es eine Grossmutter, die von der Polizei aus ihrem Daheim gerissen und in ein Gefängnis gesteckt wurde. Ihr Vergehen? Sie hat Medikamente gegen Erkältung gekauft:

Last March, Sally Harpold, an Indiana grandmother of triplets, bought two boxes of cold medication in less than a week. Together, the two boxes contained 3.6 grams of pseudoephedrine, putting her in violation of the state’s methamphetamine-fighting law, which forbids the purchase of more than three grams by one person in a seven-day period.

Police came to Harpold’s home, arrested and handcuffed her, and booked her in a Vermillion County jail. No one believes Harpold was making meth or aiding anyone who was. But local authorities aren’t apologizing for her arrest.1

  1. Radley Balko – Hoosier Grandmother Arrested for Buying Cold Medication []

War on Drugs; Libertarismus als Geisteskrankheit; Tödlicher Umweltschutz; Tanzschritte

Tearful Atlanta Cops Express Remorse for Shooting 92-Year-Old Kathryn Johnston, Leaving Her To Bleed to Death in Her Own Home While They Planted Drugs in Her Basement, Then Threatening an Informant So He Would Lie To Cover It All Up
[...]
This is what happens when you declare “war” on American citizens. You dehumanize them. And you instill an ends-justifies-the-means, win at all costs mindset in your “warriors.” This mindset infected the entire narcotics unit at Atlanta PD. You’d have to be awfully naive to believe the problem is limited to Atlanta.
[...]
Kathryn Johnston’s death is tragic. But the real tragedy here is that had the cops found a stash of marijuana in her basement that actually did belong to her–say for pain treatment or nausea–her death would have faded quickly from the national news, these tactics would have been deemed by most to be wholly legitimate, and we probably wouldn’t still be talking about her today.

These cops were evil. But they worked within an evil system that’s not only immoral on its face, but is rife with bad incentives and plays to the worst instincts in human nature.1

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…the Harvard Law School is having a conference to analyze the “free market mindset.” The basic premise of the conference seems to be that people who believe in limited government are psychologically troubled.

The conference schedule features presentations such as “How Thinking Like an Economist Undermines Community” and “Addicted to Incentives: How the Ideology of Self Interest Can Be Self-Fulfilling.” The most absurd presentation, though, may be the one entitled, “Colossal Failure: The Output Bias of Market Economies.” According to the description, the author argues that the market “delivers excessive levels of consumption.” Damn those entrepreneurs for creating so much wealth!2

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While the immediate causes of the various bushfires are thought to include arson, discarded cigarette butts, faulty power lines, or lightning strikes, these initial fires transformed into huge infernos and spread uncontrollably across Victoria only because of extremely high fuel loads throughout the state’s bushland. The reason? For years, local governments have neglected to manage fire hazards on their land in order to be faithful to the principles of environmentalism — a philosophy that contends that nature has intrinsic value that must be preserved, regardless of any use it has to man.[6] The result has been that people have sacrificed their prosperity and even survival in an attempt to preserve the unspoiled sanctity of nature.3

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Würde man das Urheberrecht – d.h. das Prinzip des Geistigen Eigentums, d.h. Ideen als Eigentum anzusehen und das “Kopieren” einer Idee (was nichts anderes darstellt als das, was Kunst und Kultur, ja unsere ganze Zivilisation ausmacht: Imitation) unter Strafe zu stellen – konsequent auslegen, so müsste man auch Tanzschritte kopierrechtlich schützen. Jemand, der sich eine neue Choreographie ausdenkt, einen neuen Tanz, müsste das alleinige Recht haben, diese Tanz aufzuführen oder aufführen zu lassen. Nachtanzen wäre nicht erlaubt.4

  1. Radley Balko – Tearful Atlanta Cops Express Remorse for Shooting 92-Year-Old Kathryn Johnston, Leaving Her To Bleed to Death in Her Own Home While They Planted Drugs in Her Basement, Then Threatening an Informant So He Would Lie To Cover It All Up []
  2. Daniel J. Mitchell – Is Libertarianism a Sign of Mental Illness? []
  3. Ben O’Neill – The Victorian Bushfires: How Environmentalism Leads to Disaster []
  4. Stephan Kinsella – Copyrighting Dance Steps–The Death of Choreography []

Sezession, Rezession und der reine Markt

Vergesst die Islamisten, wir haben hauseigene Probleme: Radikale Christen drohen mit Anschlägen

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Diese momentane Rezession ist kein Marktversagen, es ist Zeichen dafür, dass der Markt funktioniert und sich mit einem kleinen Fieber von der Krankheit die ihn befallen hat (staatliche Manipulationen des US-Dollars, des Häusermarktes und ähnliche Gräueltaten.), kuriert. ~ Matthew Parris – O ye of little faith! This economic crisis is evidence that the market is working / via reason.com – The Free Market at Work?

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Die FDP lässt die Finger endgültig von der Freiheit und macht nun (wie immer: falsche, da nicht haltbare und die risikobehaftete Natur des Seins ignorierende) Versprechungen von Sicherheit: “Sichere Sozialwerke. Sichere Arbeitsplätze. Sicher leben.” Wenn das nicht das Programm einer semi-sozialistischen, durch und durch etatistischen und der Freiheit und dem Markt misstrauenden Partei ist. ~ Varia & Eventualia – Sicher liberal.

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Wie wäre es mit einer Sezession? Das Free State Project wünscht sich dies nicht zwingend für New Hampshire, möchte es allerdings auch nicht explizit ausschliessen. Auf jeden Fall möchte das Free State Project aus dem ohnehin schon freiheitlichen New Hampshire einen libertären Minimalstaat machen. Nicht direkt nach meinem Geschmack, aber wenn’s schon nicht Anarchokapitalismus sein soll, dann ist Minarchie auf jeden Fall besser als die anderen Optionen. ~ Marco Kanne – Sezession: Freiheit hier und jetzt?!

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Eine kurze Erklärung als Reaktion auf eine kurze Frage: Glauben Sozialisten eigentlich an das Soziale im Menschen?
Je sozialer und friedlicher die Leute sind, desto eher ist Anarchie möglich und desto unnötiger ist der Staat. (Dies sehen die meisten Leute ein.) Das umgekehrte ist jedoch auch der Fall: Je asozialer und gewaltbereiter die Leute sind, desto gefährlicher wird es, einen Staat zu etablieren (denn mit dem Staat gibt man einer bestimmte Personengruppe das Recht, Gewalt zu benützen. (Mittels monopolisierter Polizei und meist truppenstarkem Heer.) Je mehr gewaltbereite Leute eine Gesellschaft nun hat, desto mehr werden sich in den Regierungen und Polizeikorps wieder finden. Ja, sie werden aktiv in diese Positionen drängen, da sie dort ihre Neigungen frei ausleben dürfen.)
Somit spielt es keine Rolle, welches die vorherrschenden Charakterzüge in der menschlichen Population sind. Anarchokapitalismus ist das adäquate Gesellschaftssystem für uns, wenngleich ich betonen will, dass auch der Anarchokapitalismus kein Garten Eden bringen wird, sondern bloss mehr Freiheit und Wohlstand.

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Dank dem Gewaltmonopol können Polizisten frank und frei in fremdes Eigentum eindringen und Hunde morden. ~ The Agitator – Puppycide

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Nicht nur Hunde müssen sich fürchten, denn ab und an bekommen Familien, die nie irgendjemanden beheilligt haben, Besuch von einer paramilitärischen SWAT-Truppe. Grund: Der längst ausgezogene Sohn wurde zwei Mal wegen Hanfbesitz angezeigt. ~ The Agitator – Maryland State Police Raid Parents’ Home for Teen’s Misdemeanor Pot Charge

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Schliesslich: Was wäre, wenn wir einen Neanderthaler klonen würden? Welche Rechte hätte dieser? Wie sollten wir mit ihm umgehen? Wo ziehen wir die Linie zwischen bewussten und unbewussten Lebensformen? Hat ein Mensch überhaupt ein Bewusstsein? Ein Neanderthaler? Ein Schimpanse? Eine Krähe? Wahrlich, die schwere moralische Frage, wie wie mit non-humanen Tieren umgehen sollen – so scheint es mir -, wartet immer noch auf ihre Antwort. ~ Radley Balko – Weekend Ethics Question / Ronald Bailey – Neanderthal Rights: The morality of resurrecting our closest evolutionary cousins

Kollateralschäden des War on Drugs

Wenn Regierungen paranoid werden und panikhaft Death Squads auf phantomhafte Gegner hetzen, dann geschehen skurrile Dinge. Radley Balko hat die Kollateralschäden des US-amerikanischen War on Drugs untersucht:

At around 6pm on January 27 of last year, 80-year-old Isaac Singletary spotted a couple of drug dealers attempting to do business on his front lawn. It wasn’t the first time. Singletary, described by relatives as territorial and a bit crotchety, did what he’d done in the past. He grabbed his gun, and walked out on to his lawn to scare them off. Problem is, this time the men weren’t drug dealers. They were undercover Jacksonville, Florida police posing as drug dealers. They had come on to Singletary’s property to bait possible drug offenders. When he brandished his gun, the police shot Singletary four times, once in the back. He died a short time later. A subsequent investigation by Florida’s attorney general cleared the officers who shot Singletary of any wrongdoing.

Incidentally, it was in Peru that, in 2001, the CIA mistook a plane full of missionaries for a drug plane. U.S. officials ordered the Peruvian Air Force to shoot the plane down, killing 35-year old Veronica Bowers and her seven-month-old daughter, Charity. More collateral damage.

The mere presence of an illicit substance in your home or car can allow the government to seize your property, sell it, and keep the proceeds. The onus is then on you to prove you obtained your property legally. Even the presence of an illicit drug isn’t always necessary. The government has seized and kept cash from citizens under the absurd argument that merely carrying large amounts of cash is enough to trigger suspicion. If you can’t prove where you got the money, you lose it.

Prohibitions create black markets, and black markets spawn crime. Drug prohibition, then, spawns violent crime. There’s a reason we don’t often hear about a Michelob deal gone bad. Because alcohol is legal, there are no turf wars, no sour deals, no smuggling operations to defend.1

  1. Radley Balko – The Drug War’s Collateral Damage: Drug prohibition militarizes our police, enriches our enemies, undermines our laws, and condemns our sick to suffering. []

Legalisiert es!

According to FBI figures released today, about 873,000 people were arrested on marijuana charges in the United States last year, 5 percent more than in 2006 and a new record. This is the fifth year in a row that marijuana arrests, which are up 167 percent since 1990, have increased. In 2007 marijuana arrests accounted for nearly half of the 1.8 million drug arrests; as usual, the vast majority of the pot busts, about 775,000, were for simple possession.1

War on Drugs ist immer noch Bullshit. Legalisiert Cannabis. Legalisiert die harten Drogen. Gebt den Leuten ihre Freiheit zurück. Drogensüchtigen geht es auch nicht besser, wenn sie im Gefängnis sind. Der Mafia und terroristischen Vereinigungen allerdings schon. Nicht zu vergessen die Kriminalität, die mit schwarzen Geschäften Hand in Hand geht.

Wer den Drogensüchtigen helfen will, die Strassen sicherer machen will und nicht Unmengen an Staatsgeldern verpulvern will, indem wir durch unsinnige Verbote Kriminelle schaffen, sollte eine Legalisierung aller Drogen ins Auge fassen.

  1. reason – Yet Another Record for Marijuana Arrests []