Ultra-Etatist wird neuer Führer des staatlichen Rundfunks

Die Delegierten der SRG haben Roger de Weck zum neuen Generaldirektor gewählt. Der 56-Jährige folgt auf Armin Walpen, der Ende Jahr in den Ruhestand tritt. [...] Der SRG-Generaldirektor ist Chef eines Unternehmens mit 6100 Angestellten, acht TV- und 18 Radioprogrammen.1

Das ist derselbe Roger de Weck, der Grossbritannien als das ‘Vorzeigekind der Ultraliberalen’ bezeichnet hat2 , der die Spekulation am liebsten abschaffen möchte3 , Preiskontrollen bei Managerlöhnen will3 , sich selber aber für liberal hält4 und die Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise grundlegend nicht begriffen hat.

So findet er z.B., dass in den letzten Jahre die Wirtschaft ‘schrankenlos’ war und keine staatlichen ‘Leitplanken’ hatte5 . Die Finanzmärkte sieht er von grenzenloser Gier durchzogen3 , welche mit dem Ultraliberalismus zusammen Schuld an der Wirtschatfskrise sei3 .

Wenn Unternehmen selber über ihren Standort entscheiden wollen und diesen wechseln wollen, wenn die politischen Einschränkungen zu gross werden, dann hält er dies gar für ‘Erpressung’5 . Steuern zahlt er auch gerne (findet sogar, sie könnten höher sein), weil der Staat ‘Gutes’ mit den Steuergeldern tut5 .

Roger de Weck ist auch Mitgründer des Think Tanks Club Hélvetique, welcher die SVP ‘staatsfeindlich’ genannt hat6 , für den Beitritt der Schweiz zur EU wirbt und irgendwie gesamthaft als anti-SVP-Club konzipiert scheint.

Alles in allem kann man also sagen: Roger de Weck passt zur SRG.


  1. nzz – Roger de Weck wird neuer Generaldirektor der SRG []
  2. Sonntagszeitung vom 26. April 2010 []
  3. nzz – Für eine ökosoziale Ordnung [] [] [] []
  4. swissinfo – Ständiger Konsum – das Gegenteil von Gemeinsinn []
  5. berner zeitung – De Weck und Schwaller wollen starken Staat [] [] []
  6. Club Hélvetique – CH-Thesen []

3 thoughts on “Ultra-Etatist wird neuer Führer des staatlichen Rundfunks

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  2. Und kommt noch dazu: Die Griechenland- und Euro-Schuldenkrise hat er eine ‘Wachstumskrise’ genannt, in einer Kolumne in der Sonntagszeitung. Es ist mir ein Rätsel, wie ein Mann, der solche Statements von sich gibt, befähigt sein soll, ein Unternehmen, dass grösser als ein Kebabstand ist, effizient zu führen.

  3. Pingback: Elitisten küren Roger de Weck zu ihrem Papst » ronniegrob.com

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