Wenn Unternehmen dazu gezwungen werden, minderwertige Produkte herzustellen

A conference on tobacco held in Uruguay has recommended that additives used to make cigarettes more appealing to new smokers should be restricted or banned.

Delegates from over 170 countries that have signed a UN tobacco control treaty also said tobacco producers should disclose their products’ ingredients.1

Im Klartext heisst dies, dass die Zigarettenunternehmen nicht diejenigen Produkte herstellen sollen, die die Konsumenten am besten finden und am liebsten kaufen möchten. Stattdessen müssen sie sich an einen Zentralplan halten, den ein paar Bürokraten zusammen ausgetüftelt haben.

Von solchen Vorschriften ist jedoch nicht nur die Tabakindustrie betroffen. Auch Nahrungsmittelhersteller sind davon betroffen. Gerade erst zu Beginn dieses Monats wurde in San Francisco ein Happy-Meal-Verbot beschlossen, um Fast Food weniger attraktiv zu machen.2 In New York City dachten die Politiker sogar schon offen darüber nach, den Restaurants den Gebrauch von Salz in der Zubereitung von Speisen zu verbieten.3

Offenbar gilt es heutzutage als Sünde, wenn Unternehmen versuchen, Produkte herzustellen, die den Konsumenten so gut wie möglich schmecken und gefallen. Deshalb werden laufend Gesetze verabschiedet, die die Anbieter dazu zwingen, an der Nachfrage vorbei zu produzieren und gewissermassen minderwertige Waren herzustellen.

Häufig geschieht die Entkopplung von Angebot und Nachfrage (und somit die Zerstörung eines funktionierenden Marktes) aber auf weniger offensichtliche Art und Weise. Im obigen Fall der Zigaretten und der gut schmeckenden Zusatzsstoffe geben die Bürokraten wenigstens zu, dass ihr Ziel ist, die besten und beliebtesten Produkte vom Markt zu nehmen. Meistens sind die Politiker jedoch nicht so ehrlich oder wissen gar nicht, dass ihre Gesetze diese Konsequenz hat. So zum Beispiel beim Glühbirnenverbot, das mit Umweltschutz begründet wurde. Importkontigente sollen die einheimischen Landwirtschaft unterstützen. Einzelunternehmer dürfen nicht in ihrer Küche Speisen zubereiten und verkaufen, weil das die Vorschriften brechen würden, die den Hungrigen vor schlechtem Essen schützen sollen. Die umfangreichen Regulationen des Arbeitsrechts sollen den armen Arbeitern helfen. Dem Glacemaa4 wurde verboten, in der Stadt Bern im Hochsommer Eiscreme zu verkaufen, weil diese Tätigkeit nicht gemeinverträglich sei. Etc. etc.

All diese Vorschriften haben jedoch den Effekt, dass sie Angebot und Nachfrage entkoppeln. Die Anbieter dürfen nicht anbieten, was am meisten gefragt ist und die Nachfrager dürfen nicht kaufen, was sie am liebsten möchten. Der Markt kann nicht spielen und am Ende ist der Kapitalismus an allem Elend (der Konsumenten und der Produzenten) schuld und die Forderung nach neuen Regulationen wird laut.

Ein Teufelskreis, bei dem die eine Intervention die andere nach sich zieht, bis aus dem Markt eine wüste Ödnis geworden ist und ein Planungsbüro den Unternehmen diktiert, was sie produzieren müssen.


  1. bbc – Global health officials target tobacco additives / HT dvizard []
  2. ny daily news – San Francisco enacts ‘Happy Meal’ ban; city to stop restaurants from offering toys with fatty foods []
  3. Coming Soon: Salzprohibition []
  4. Eismann []

2 thoughts on “Wenn Unternehmen dazu gezwungen werden, minderwertige Produkte herzustellen

  1. Pingback: Tweets that mention Wenn Unternehmen dazu gezwungen werden, minderwertige Produkte herzustellen | ars libertatis -- Topsy.com

  2. Pingback: Erfahrungsbericht: Autobatterie 12 Volt Spannungswandler auf 220 Volt | Autobatterie laden

Leave a Reply

Your email address will not be published.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Notify me of followup comments via e-mail. You can also subscribe without commenting.