…dann würden wir bald alle schweigen. Und dies wäre nur der Beginn. Manche Leute sind allein durch meine blosse Existenz zutiefst beleidigt. Ich als Atheist und ich als Anarchokapitalist. Wie viele Leute halten alleine meine Gedanken für teuflisch und mörderisch. Noch gibt es keine Gedankenverbrechen, noch kann eine Heidi Klum sich am Karneval als die Hindugöttin Kali verkleiden. Doch wie lange noch? Wann werden erzürnte Gläubige, die derart klägliche Begründungen vorlegen, Tod und Verderben in die Welt hinaustragen:
Die Göttin Kali sei eine wichtige und sehr geehrte Figur in seinem Glauben. Man solle eine solche Figur nicht leichtfertig missbrauchen, um Aufsehen zu erregen.
Der Hinduismus sei die älteste und mit einer Milliarde Anhänger die drittgrösste Religion der Welt, so Zed weiter. Er beinhalte ein grosses philosophisches Gedankengut. Kein Glaube, verbreitet oder selten, sollte lächerlich gemacht werden.1
Was jene Hindus in frivoler Einstimmigkeit mit Christen, Juden, Muslimen, Paganisten, Appeasement-Politikern, Gutmenschen und Netten fordern, ist nichts anderes als ein Verbot von jeglicher Glaubenskritik. Nicht nur der religiöse Glaube solle freie Bahn erhalten, sondern auch politische und gesellschaftliche Monstrositäten wie der Kommunismus. Kritik an diesen Dingen soll wieder tabu gemacht werden. Doch dies würde nicht nur ein Ende des Fortschritts bedeuten, sondern eine Theokratie grässlichen Ausmasses herbei beschwören. Sei diese nun erzkatholischer oder stalinistischer Art.
- tagesanzeiger – Heidi Klum soll sich bei Hindus entschuldigen [↩]
