Obama, the Great Deceiver & the Fake End of the War in Iraq

The President’s announcement that all U.S. combat troops have left Iraq is no more believable than the ‘Mission Accomplished’ declaration was in 2003.Once again, we are being told the mission has been accomplished and our brave men and women are coming back home. Though the people are hopeful they remain skeptical, and rightfully so.
[...]
It is deceitful to imply we will avoid hostilities with this new policy. We still have to contend with:
–the 50,000 troops carrying weapons remain in Iraq
–the 100,000 contractors that remain with more expected to go to Iraq
–the 9,000 special ops personnel trained in assassinations that remain in Iraq
–a huge embassy, bigger than the Vatican, that will remain
–Dozens of military bases that will stay
–The al Qaeda organizations that did not exist in Iraq before the war
–Muqtada al Sadr, a strong nationalist, has gained much political power
–The fact that Iran benefits tremendously with the Shiites now in power in Iraq and is a close ally of al Sadr
[...]
From my viewpoint we are the losers in this fool’s errand of endless war. Tragically, this new policy is not one of peace but merely a charade that will severely undermine our national security and continue us down the path to bankruptcy—a threat that we best not long ignore.1


  1. Ron Paul – Dismantles Obama []
Date: Wednesday, September 1st, 2010 | Category: Leseempfehlungen | Tags: , , , , , , , | Ein Kommentar | Language: |

Die Mystifizierung von Plätzen

re ‘Ground Zero Mosque’:

Die Proteste über den geplanten Bau eines muslimischen Gemeinschaftszentruma in der Nähe von Ground Zero kamen zwar nicht überraschend, sind aber doch erstaunlich. Nicht deshalb, weil so viele Leute den Islam mit Al-Qaida verwechseln oder gleichsetzen (was so viel Sinn macht, wie zu sagen, der Ku Klux Klan sei repräsentativ für das ganze Christentum) oder weil Radiomoderatoren am anderen Ende der USA vorgeben, zu wissen, was die Angehörigen der 9/11-Opfer fühlen (Empörung, Entrüstung, Wut etc.), sondern weil für etliche Personen aus Ground Zero durch die Anschläge eine heilige Stätte geworden ist.

Der Glaube, bestimmte Plätze hätten eine magische Bedeutung und könnten durch die Anwesenheit von Ungläubigen entweiht werden, ist alt, aber sehr beständig. Selbst Atheisten sind von ihm nicht gefeit und halten es für ein Sakrileg, wenn Plätzen, an denen Unglück geschehen ist, nicht mit angemessenem Respekt begegnet wird.

Doch schlussendlich ist jeder Landstreifen bloss ein Stück Erde und Schmutz. Ein Haus, in dem bereits mehrere Leute gestorben sind, bringt nicht Unglück. Ein Casino, das auf einem ehemaligen Friedhof errichtet wird, ist deshalb nicht schlechter oder sündhafter, als eines, das ganz anderswo steht. Ebenso macht es keinen Unterschied, ob eine Moschee auf, fünf Meter oder fünf Kilometer neben Ground Zero gebaut wird. Es gibt keine magische Demarkationslinie um Ground Zero herum, die die eine Moschee zum Sakrileg und die eine andere zu einer ganz gewöhnlichen Moschee macht.

Der einzige Unterschied liegt in der Reaktion mancher Leute. Denselben Leuten vermutlich, die auch glauben, dem (rein gewaschenen und desinfizierten) Pulli eines Massenmörders oder HIV-Kranken hafte etwas Schlechtes an.

Wer einem Ort mystische und magische Eigenschaften zuschreiben will, der kann das von mir aus tun, doch er soll nicht anderen Leuten verbieten, an diesen Plätzen ihre Eigentumsrechte wahrzunehmen und eine Moschee oder ein Bordell zu bauen.

Date: Monday, August 30th, 2010 | Category: Hintergrund | Tags: , , , | 2 Kommentare | Language: |

Gott kann nicht existieren

Das lat. existo („ich existiere“) geht seinerseits wieder auf das griech. existemi (ek-histemi) zurück und wird oft mit dem ähnlich lautenden exeinai verwechselt, welches tatsächlich „sein“ bedeutet. existemi hingegen bedeutet „auslegen, aufstellen, herausstehen“, also „räumlich vorhanden sein“.1

Wenn existieren bedeutet, eine raumzeitliche Gestalt zu haben und Gott definiert wird als raumloses, zeitloses, immaterielles Wesen, dann kann Gott gar nicht existieren.


  1. wikipedia – Existenz []
Date: Sunday, August 29th, 2010 | Category: Hintergrund | Tags: , | 8 Kommentare | Language: |

Der (kubanische) Kommunismus lässt sich nur mit Lügen retten

Die Menschen in Kuba können künftig selbst angebautes Obst und Gemüse frei verkaufen. Die kommunistische Regierung veröffentlichte ein Dekret, mit der sie nach eigenen Angaben die «selbständige Arbeit» stärken will.
[...]
Kuba sieht sich angesichts seiner tiefgreifenden Wirtschaftskrise zur Ausweitung der Privatwirtschaft gezwungen. Staatschef Raúl Castro hatte bei einer Parlamentssitzung Anfang August angekündigt, die Selbständigkeit stärker zu fördern.

Wirtschaftsminister Marino Murillo stellte aber klar, dies bedeute keine Abkehr vom Kommunismus. Es handle sich lediglich um eine «Aktualisierung des kubanischen Wirtschaftsmodells».1

Wenn Leute selbständig Früchte und Gemüse anbauen und verkaufen dürfen, ohne dabei einem staatlichen Plan zu folgen, dann nennt sich dies Kapitalismus. Durch allerlei Regulierungen eingeschränkter Kapitalismus zwar, doch Kapitalismus nichtsdestotrotz. Was Murillo also als «Aktualisierung des kubanischen Wirtschaftsmodells» bezeichnet, ist in Wahrheit ein Schritt Richtung Kapitalismus und Marktwirtschaft.

Der kubanische Kommunismus kann also nur am Leben gehalten werden, indem er vom Kapitalismus und von den privatwirtschaftlich erschaffenen Reichtümern zehrt. Statt jedoch zuzugeben, dass ohne kapitalistische Untergrundwirtschaft (=Schwarzmarkt) viele Kubaner bereits verhungert wären, lügt das Castro-Regime das Volk weiterhin an und gaukelt ihm vor, privatwirtschaftliche Aktivitäten seien ein Teil des Kommunismus statt Bestandteil des so verhassten Kapitalismus.

Bleibt bloss zu hoffen, dass dies der Anfang des Endes des kubanischen Kommunismus ist.


  1. nzz – Kuba betreibt «Aktualisierung des Kommunismus» []
Date: Saturday, August 28th, 2010 | Category: Reaktionen | Tags: , , , , , , | Noch keine Kommentare | Language: |

Was sind Subventionen?

Als Subvention bezeichnet man die wirtschaftlich vollkommen unsinnige staatliche Begünstigung diverser kultureller Einrichtungen, gewisser Wirtschafts- und Industriezweige oder einzelner Produkte, wie etwa Schnittblumen. Sie verschaffen dem Begünstigten materielle und finanzielle Vorteile ohne Erwartung auch nur der geringsten Gegenleistung, und das auf Kosten der Allgemeinheit.1


  1. uncyclopedia – Subvention []
Date: Saturday, August 28th, 2010 | Category: Leseempfehlungen | Tags: | Noch keine Kommentare | Language: |

Die Todesstrafe und die überschätzte Forensik

Der gewaltsame Tod der jungen Frau hat ihre Familie offenbar so stark erschüttert, dass sie die Volksinitiative «Todesstrafe bei Mord mit sexuellem Missbrauch» lancierte. Das Komitee fordert die Todesstrafe für Personen, die «in Kombination mit einer sexuellen Handlung mit einem Kind, sexueller Nötigung oder Vergewaltigung eine vorsätzliche Tötung oder einen Mord begehen».
[...]
Auf der heute aufgeschalteten Webpage www.todes-strafe.ch schreiben die Initianten, die Todesstrafe wirke abschreckend und sei «die gerechte und logische Strafe für solche Verbrechen». Dank der heutigen Kriminaltechnik würden keine Unschuldigen mehr hingerichtet.1

Das ist lächerlich. Erstens weil die Forensik noch grosse Lücken aufweist und manche forensischen Techniken ganz einfach Bullshit sind2 .

Zweitens hat die Strafjustiz als Ganzes grosse Mängel. Es gibt voreingenommene, inkompetente Richter. Geschworene, die zwischen Beweise und Belanglosigkeiten nicht unterscheiden können. Polizisten, die Leute verhaften, um Quoten zu erfüllen. Beamte, die Beweismittel fälschen. Etc. Etc. Und wird ein Unschuldiger verhaftet oder verurteilt, so werden weder die verantwortlichen Richter, noch die verantwortlichen Polizisten zur Verantwortung gezogen. Eine wettbewerbliche Selektion findet nicht statt und für die Beamten macht es keinen Unterschied, ob sie gut oder schlecht arbeiten. Institutionell sind die Voraussetzungen für objektive und seriöse Strafverfahren also nicht besonders glänzend.

Drittens gibt es so etwas wie hundertprozentige Sicherheit nicht. Menschen machen hin und wieder, das lässt sich nicht verhindern. Auch maschinelle Prozeduren können fehlerbehaftet sein. Schlussendlich ist es auch im philosophischen (und wissenschaftlichen) Sinne eine Anmassung, zu behaupten, man wisse etwas mit vollkommener Gewissheit. Ein kleines bisschen Zweifel bleibt immer übrig.

Dies bedeutet, dass früher oder später ein Unschuldiger hingerichtet wird. Ein Risiko, dass manche offenbar verleugnen und andere scheinbar gerne in Kauf nehmen.


  1. tages anzeiger – Mord wohl Auslöser für Volksinitiative / Die Volksinitiative wurde mittlerweile zurück gezogen. []
  2. Radley Balko – Forensics []
Date: Wednesday, August 25th, 2010 | Category: Reaktionen | Tags: , | 2 Kommentare | Language: |

Fiktion ist Fiktion: Auch wenn man darin einen Taliban spielt

Der britische Verteidigungsminister Liam Fox und die deutsche Bundeswehr kritisieren ein Ego-Shooter-Game, das für die Nutzer eine Rolle als islamistischen Kämpfer vorsieht. [...] Es sei «schockierend, dass es jemand für akzeptabel halten könnte, Handlungen der Taliban gegen britische Soldaten nachzumachen», sagte Liam Fox am Sonntag. Der Minister forderte Händler auf, ihre Unterstützung für die Truppen zu zeigen und «dieses geschmacklose Produkt» nicht zu verkaufen. [...] Auf Kritik stösst das Spiel auch in Deutschland. In der Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins «Focus» sagte der Sprecher des Bundeswehrverbands, Wilfried Stolze: «Es ist widerwärtig, so ein Spiel auf den Markt zu bringen, während in Afghanistan Menschen sterben.»1

Fiktion ist Fiktion. Es gehört halt zum Genre der Ego-Shooter dazu, dass getötet wird. Genauso wie es Bestandteil der meisten Krimis ist, dass ein Unschuldiger ermordet wird. Doch Fiktion ist harmlos und wer jeden Tag einen Kriminalroman liest, wird deswegen nicht zum Mörder, noch bedeutet dies, dass er Morde gutheisst. Wer in einem Spiel einen Taliban spielt und Briten erschiesst, findet die Taliban deswegen nicht automatisch gut.

Doch mir scheint, Gamer können generell sowieso besser zwischen Fiktion und Realität unterscheiden als Politiker.

Der Vorwurf der Geschmacklosigkeit ist ebenso lächerlich. Einerseits, weil dann jeder Roman geschmacklos wäre, in dem jemandem etwas Schlimmes zustösst. Andererseits, weil die Briten und die Deutschen in Afghanistan an extremen Geschmacklosigkeiten beteiligt sind, die unter anderem beinhalten, Unschuldige in real life umzubringen.

Aber laut den Verteidigungsministerien macht es halt einen Unterschied, ob ein Angehöriger der Achse des Guten unschuldige Menschen ermordet, oder ob dies ein böser Terrorist tut. Das eine wird mit Medaillen glorifiziert, das andere ist ein Kriegsverbrechen.


  1. tagesanzeiger – Scharfe Kritik an Taliban-Spiel []
Date: Tuesday, August 24th, 2010 | Category: Reaktionen | Tags: , , , , , | 2 Kommentare | Language: |

Complete History Of The Soviet Union, Arranged To The Melody Of Tetris

HT J. Grayson Lilburne – This Is Almost at Papola’s Level

Date: Sunday, August 22nd, 2010 | Category: Videos | Tags: , | Ein Kommentar | Language: |

Politics Is Just Like Wrestling

Politics Is Just Like Wrestling
Politics Is Just Like Wrestling
Politics Is Just Like Wrestling

source: AmazingSuperPowers – Wrestler for Office

Date: Thursday, August 19th, 2010 | Category: Bilder | Tags: , | Noch keine Kommentare | Language: |

Diskriminierung, Netzneutralität und der Staat

Wer darf wen unter welchen Umständen diskriminieren?

Dem Liberalen fällt es leicht, diese Frage zu beantworten, wenn es entweder nur um den Staat oder nur um Privatpersonen geht. Der Staat soll nicht diskriminieren und alle Personen unabhängig ihrer Hautfarbe, ihres Dialektes, ihres Geschlechtes, ihrer Religion etc. gleich behandeln. Privatpersonen hingegen dürfen ihr rechtmässig erworbenes Eigentum so verwenden, wie es ihnen beliebt. Sie dürfen also als Ladenbesitzer Schwulen und Schwarzen den Zutritt verwehren und sie dürfen als Restaurantbesitzer den Gästen das Rauchen erlauben. (Und – um ein ganz unumstrittenes Beispiel anzufügen – ein Rassist darf sich aus rein rassistischen Gründen weigern, mit einer weissen Frau auf ein Date zu gehen.)

Doch was ist, wenn es um den Staat und um Privatpersonen gleichzeitig geht? Soll Diskriminierung erlaubt sein, wenn sie von quasi-, proto-, pseudo- und semi-staatlichen Unternehmen ausgeht? Unternehmen zum Beispiel, die sich zwar privat finanzieren, die aber ihre derzeitige wirtschaftliche Position vor allem dem Staat verdanken? Unternehmen, die nur so gross werden konnten, weil der Staat allerlei Markteintrittsbarrieren errichtet hat und den Unternehmen sogar lokale Monopole gewährt?

In den Worten eines Agoristen:

Das Thema Netzneutralität ist aus libertärer Sicht freilich ein zweischneidiges Schwert, da weder der Grundsatz, nach welchem der freie Markt sich am besten selbst reguliert, noch der Einwand, die Netze seien Eigentum der Netzbetreiber und staatliche Einmischung somit grundsätzlich illegitim, auf den Telekommunikationsmarkt des real existierenden europäischen Kapitalismus anwendbar sind. Europäische Netzbetreiber sind mit Steuergeldgeschenken fettgefütterte, mit Monopolen und anderen Privilegien ausgestattete Nutznießer staatlicher Aggression – von freiem Markt keine Spur. Ich selbst wäre jedenfalls, prinzipielle Erwägungen hin oder her, noch davon zu überzeugen, daß unter den gegebenen Umständen ein gesetzliches Festschreiben von Netzneutralität unterm Strich und auf lange Sicht einen Verlust an Freiheit bedeutete.1


  1. agorist – 16. August 2010 []
Date: Wednesday, August 18th, 2010 | Category: Hintergrund | Tags: , , | 7 Kommentare | Language: |